Gerhard Schröder wollte die Macht. Was aber fängt er damit an? Wie geht er mit den Menschen um? Wer sind seine Berater? Mit welchen Mitteln setzt er seine Ziele durch? Und wie hat er sich im Kanzleramt verändert?
Sibylle Krause-Burger ist diesen Fragen nachgegangen. Sie hat den Bundeskanzler im zweiten Jahr seiner Regierungszeit begleitet, um herauszufinden, wie er arbeitet und was ihn von seinen Vorgängern unterscheidet.
Sie saß mit ihm in der Morgenlage, seiner inimsten Beraterrunde; sie reiste mit ihm ins Ausland, sie beobachtete den Regierungsalltag in Berlin und seine Auftritte im Kreise von Parteifreunden in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.
In ebenso spannenden wie unterhaltsamen Reportagen zeichnet Sibylle Krause-Burger, Autorin weiterer Portäts über die Mächtigsten der Republik, das Bild des neuen Regierungschefs. Sie schildert seinen unverkrampften Führungsstil und das Unverwechselbare seines politischen Profils.
Das Buch ist mit 159 Seiten nicht gerade umfangreichend zu nennen. Allumfassend kann kein Buch sein. Auch nicht die "Beobachtungen im Zentrum der Macht", wie der Untertitel des Buchs von Sibylle Krause-Burger lautet. Unzählige Bilder zeigen nicht nur den Bundeskanzler, sondern geben auch einen kleinen Einblick in die Wirkungsstätte und Bilder seiner Mitarbeiter. Sibylle Krause-Burger hat den Kanzler an "problemfreien" Tagen beobachtet.
Kritisch wird das Buch nicht. Wer eine Auseinandersetzung mit der Regierung oder dem Fühurngsstil Gerhard Schröders erwartet, wird dieses Buch gleich wieder weglegen, aber es bieten einen kleinen Einblick in die Arbeit des Bundeskanzlers und seiner Mitarbeiter und als kleine Einfühurng für Präsident Bush, der auf seinem ersten Europabesuch die wichtigsten Persönlichkeiten Europas in einem Schnelldurchlauf präsentiert bekommt. Zum späteren Wiedererkennen bieten sich die Bildern an.
Sibylle Krause-Burger Wie Gerhard Schröder regiert
Beobachtungen im Zentrum der Macht
159 Seiten, gebunden
DVA, München
ISBN 3-421-05397-9.