H.G. Wells Roman erschien zwar bereits 1897, doch sein Thema ist aktuell geblieben: Die Gefahren von Wissenschaft und Machtmissbrauch. Hauptfigur ist ein Wissenschaftler, der eine Möglichkeit gefunden hat, sich unsichtbar zu machen und nun versucht, seine Mitmenschen zu beherrschen. Das Alter der Geschichte macht sich allerdings in der Erzählweise bemerkbar, denn so spannend und gruselig wie es die blutige Schrift auf dem Cover ankündigt, geht es nicht zu. Im Vergleich zu heutiger Science Fiction oder Fantasy fällt das langsame Erzähltempo und die Zurückhaltung bei Actionszenen auf.
Deswegen nutzt Bodo Primus in der bearbeiteten Hörbuchfassung nicht nur seine angenehme Erzählerstimme, sondern verleiht vielen Figuren in hörspielartigen Passagen eigene Stimmen.
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Auch Geräusche und zum Glück nicht sehr häufige, unaufwendig produzierte Hintergrundmusik kommen gelegentlich dazu. Bis auf die Stimme des Wissenschaftlers sind die Stimmen alle auf gelungene Weise parodistisch überzeichnet, was der Gegenüberstellung vom genialen und bösen Wissenschaftler mit den dummen aber rechtschaffenen Bürgern entspricht. Dumm sind sie vor allem, weil sie sich vor Irrationalem mehr fürchten als vor den Gefahren der rationalen Wissenschaft.
Aber H.G. Wells warnt nicht nur vor dem Zusammenhang von Wissenschaft und Macht sowie zuviel Naivität im Umgang mit Wissenschaft. Warum will der Wissenschaftler in dieser Geschichte eigentlich seinen Körper loswerden? Die Antwort auf diese Frage wird am Schluss nur angedeutet, der Hörer wird sie selber beantworten müssen.