Der fünfte und voraussichtlich letzte Teil der Marsprojekt-Reihe um das Schicksal der Marskolonie und die Marskinder Ariana, Carl, Urs, Ronnie und Elinn tritt hier noch einmal zum Wettstreit um die Gunst der Leser der Harry Potter Generation an.
Das Marsprojekt führt seit der Entdeckung von Aliens, die seit etwa einer Million Jahren auf dem roten Planeten in einer Art Mausoleum schlafen, zu erheblichen politischen Kontroversen auf der Erde. Die Befürworter wollen die Erforschung der Fremden und ihrer überragenden Technologien fortsetzen. Die Gegner, allen voran die fortschrittsfeindliche "Heimwärtsbewegung", fürchten das Erwachen der Außerirdischen, bestehen auf deren Vernichtung und die Aufgabe der Marskolonie.
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Während die Eskalation dieses Konfliktes ihrem Zenit zustrebt, erhalten die Kinder auf wundersame Weise einen Schlüssel, der ihnen Zugang zu den Katakomben der Aliens gewährt und deren Aufwachsequenz initialisieren soll. Diesen Zeitpunkt wählen die militanten Kräfte der Heimwärtsbewegung, um die Marssiedlung mit Waffengewalt zu annektieren. Die Heimstatt der Außerirdischen planen sie mit Hilfe gestohlener Nuklearwaffen zu zerstören. Nur die Marskinder und ihre wenigen Verbündeten bleiben, um mit wenig Aussicht auf Erfolg, diesen terroristischen Akt zu verhindern.
Obwohl es sich um einen Sciencefictionroman handelt, ähneln Handlung und Charaktere auffällig den Romanen um Rowlings weltberühmten Zauberlehrling. Auch hier wird eine Gruppe Jugendlicher mit außergewöhnlichen Eigenschaften und Lebensumständen in ein gefährliches Ränkespiel verwickelt, in dem es um nichts weniger als die Zukunft der Menschheit geht. Magie wird durch technisches Wissen und den geschickten Umgang mit Computern ersetzt. Persönlicher Mut und Findigkeit der jungen Protagonisten stehen im finalen Showdown waffentechnischer Überlegenheit und blindem Fanatismus gegenüber.
Insgesamt entwickelt sich der Roman nach einem etwas zähen Einstieg durchaus spannend und die letzten, rasanten Hundert Seiten wird wohl jeder in einem Zug durchlesen. Für Jugendliche, die sich mehr für Technik und die Erforschung des Weltraums begeistern können, als für Fabelwesen und Zauberei, auf jeden Fall eine empfehlenswerte Alternative zum gegenwärtigen Potterhype.