spacer
spacer
Logo



 
Hauptmenü
Startseite
Suche
Buch
Hörbuch
Film zum Buch
Vorschau
Videos
Magazin & Interviews
Autoren
Verlage
Forum
News
Service
Branchenbuch
Extras
Shop
Newsletter
Mediadaten/Werbung
Impressum
Newsletter
Wöchentliche Buchtipps, Buchpakete gewinnen & Neuigkeiten - Hier abonnieren

Hinweise zum Newsletterversand
Zu Google hinzufügen
Fügen Sie die literature.de-Rezensionen zu iGoogle hinzu
 

Startseite arrow Buch arrow Einundzwanzigster Juli

Einundzwanzigster Juli PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Christoph Wald, am 26-09-2008 09:00
Editorbewertung Keine Bewertung
Durchschnittliche Benutzerbewertung Keine Bewertung
Favoriten 9

Einundzwanzigster JuliNach dem misslungenen Attentat Stauffenbergs am 20. Juli 1944 wurden die Familien der beteiligten Wiederstandskämpfer von den Nationalsozialisten verhaftet und in immer wieder neue Gefängnisse und Konzentrationslager verschleppt. Auf diesen Ereignissen beruht die Handlung des Buches "Einundzwanzigster Juli". Über die Durchführung und Planung des Atttentats erfährt der Leser kaum etwas und auch den Namen ‚Stauffenberg‘ sucht man vergebens, da die Autorin auf Wunsch der überlebenden Beteiligten die Namen aller Hauptfiguren geändert hat.  Zur Erzählerin macht Anne C. Voorhoeve eine fiktive Nichte Stauffenbergs. Sie heißt Philippa, ist 14 Jahre alt und wird lieber Fritzi oder auch Klexchen genannt. Zu Beginn des Buches kehrt sie freiwillig aus der sicheren Kinderlandverschickung zu ihrer Mutter in das schon stark zerstörte Berlin zurück. Diese schickt Fritzi auf das Schloss ihrer Eltern, wo sie von dem Attentat erfährt und kurz darauf mit der gesamten Familie verhaftet wird. Nun beginnt die Odyssee durch Europa, die erst mit der Befreiung durch die Alliierten beendet wird. Durch das Buch zieht sich die Auseinandersetzung Fritzis mit den persönlichen Verlusterfahrungen und Konflikten: Der Tod des Bruders, die Abwesenheit des Vaters, das dadurch gestörte Verhältnis zur Mutter und ein durch Rückblenden eingeflochtenes traumatisches Erlebnis während der Kinderlandverschickung. Der Leser kann nachvollziehen, wie Fritzi, die zuerst noch an "Führer" und "Endsieg" glaubt, sich davon langsam distanziert.

Anzeige

Es scheint unmöglich, das Grauen dieser Zeit in einem Buch zu vereinen. Durch die vielen Ortswechsel der Handlung und die vielen Personen, die Fritzi auf immerhin 342 Seiten trifft, gelingt es Voorhoeve dennoch, eine große Anzahl nationalsozialistischer Verbrechen zu thematisieren. Fritzi kennt die Angst im Luftschutzkeller ebenso wie das Gefängnis, sie riecht die Krematorien Buchenwalds, sieht die Leichenberge in Dachau, die Flüchtlingstrecks, die in Viehwaggons eingepferchten Häftlinge. Sie profitiert vom Netzwerk des Widerstands, sie kennt die SS, die Wehrmacht, den Sicherheitsdienst Himmlers. Schließlich lernt sie auch das Misstrauen und den Hass kennen, der Deutschen am Ende des Krieges unterschiedslos entgegengebracht wurde. Ungewöhnlich ist die Erzählung aus der Sicht von  "Ehrenhäftlingen", wie die Sippenhäftlinge zeitweilig genannt werden.

Trotz der Möglichkeit, sich mit der Erzählerin Fritzi zu identifizieren, stört die Aneinderreihung von Ereignissen den Lesefluss. Obwohl mit dem Titel "Einundzwanzigster Juli" wohl angedeutet werden soll, dass es um die Ereignisse nach dem Attentat gehen wird, spielen die ersten gut hundert Seiten noch vor diesem Zeitpunkt. Eine Einführung der Personen und ihre Beziehungen und Konflikte hätte kürzer ausfallen können, wenn die Autorin nicht bereits hier immer wieder neue Schrecken des Krieges kurz anreißen würde. Wer sich an Sätzen wie "Und mein ganzes Ich öffnet und schließt sich augenblicklich um diese Bemerkung, atmet sie ein und lässt sie nicht mehr heraus." (S. 52) nicht stört, dem geben die Gedanken von Fritzi einen individuellen Einblick in die Auswirkungen der Geschehen.

Fazit:
Für jüngere Leser(innen), die bereits einiges über die Zeit von 1933-1945 wissen, wird hier eine neue Sichtweise geboten. Auch als Einstieg in die Thematik denkbar.

Bibliographische Angaben



Anne C. Voorhoeve
Einundzwanzigster Juli
Ravensburger Verlag
347 Seiten, EUR 14,95
ISBN 3473352934







Weiteres



{tabh=Klappentext}
21. Juli 1944. Nichts ist mehr wie es war. Auf Schloss Lautlitz in Württemberg hört Fritzi, dass auf den "geliebten Führer" ein Attentat verübt wurde. Die 14-Jährige ist fassungslos, als sie erfährt, dass ihre Familie an der Verschwörung beteiligt war. Hitlers Staatspolizei schlägt sofort zurück, will sie "ausrotten bis ins letzte Glied". Alle vom Kleinkind bis zur Großmutter werden in Sippenhaft genommen. Doch trotz Angst, Ungewissheit und Todesgefahr beginnt Fritzi zu erkennen, worauf die Verschwörer gehofft hatten: Es gibt ein Danach.




Letztes Update: 25-09-2008 17:26

Veröffentlicht in : Buch, Kinder-/Jugendbuch
Schlüsselworte : Einundzwanzigster Juli, Voorhoeve, 3473352934
Artikel zitieren Zu meinen Favoriten hinzufügen An Freund senden Ähnliche Themen

Benutzerkommentare (0) RSS feed Kommentar
Nur registrierte Benutzer können einen Artikel kommentieren. Bitte loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich.

Keine Kommentare vorhanden

Fügen Sie Ihren Kommentar hinzu



mXcomment 1.0.6 © 2007-2008 - visualclinic.fr
License Creative Commons - Some rights reserved
< Zurück   Weiter >
spacer
Suche
Anzeige
Anmeldung
Warum anmelden?
Mehr erfahren...
Statistik

9.381 Rezensionen, 1.531 Autorenporträts,  1.947 Clubmitglieder, uvm.

Wer ist Online
Aktuell sind 533 Gäste online und 1 Mitglied online
Ähnliche Themen
Forum
Anzeige
RSS-Feeds


Hörbücher hier herunterladen!

Impressum  |  Kontakt  |  AGB  |  Blog  |  FAQ  |  Werben auf literature.de  |  Presse  |  Jobs  |  RSS-Feeds

Partner: frueherlesen | blaetterrauschen | Zu Google hinzufügen

© 1998-2008 literature.de - literaturschau-mediendienst und content-newmedia.de  |  litstats

Alle Rechte vorbehalten - kein Teil der Inhalte darf auf anderen Seiten / in anderen Medien ohne Zustimmung von literature.de verwendet werden!

Empfehlungen:

spacer