Ein junger Mann aus Zschopau hängt sein bürgerliches Leben an den Nagel und macht sich auf die Reise. Um nichts Geringeres zu versuchen, als der Welt die ihr gemäße Ordnung zurückzugeben. Denn die Welt, wie sie sich uns heute darstellt, hat eine Geschichte, die von Politikern geschrieben und deren braven Vasallen hinausposaunt wurde. Welche vergessenen Taten, welche überraschenden Erkenntnisse wirklich von Wert gewesen sind, wird oft erst nach Jahrtausenden erkannt oder nie:
Wie Randy, der jüngste Sohn der Familie Kendall, beim großen Erdbeben an Karfreitag 1964 in Anchorage beinahe im Schlafanzug vor Gott trat.
Wie der Weltumsegler Captain James Cook in einem Moment der Unachtsamkeit eine Insel im Südpazifik Osnabrück taufte.
Wie Aleksandr Aleksandrowitsch Schinenkij in einer durchsoffenen Nacht eine ganze Stadt beim Kartenspiel verlor.
Wie außerirdische Beats in einem Observatorium in Puerto Rico die Kaffeetassen überschwappen ließen.
All das und noch viel mehr erfährt der Leser endlich in Alles über die Welt. Bühne frei und gute Reise.
Klaus Ungerer, Jahrgang 1969, aufgewachsen in Lübeck, ist seit 1998 Feuilleton-Autor der F.A.Z. Als Redakteur betreute er dort von 2001 bis 2003 die Seite »Stil« sowie die »Münchner Seiten
« der F.A.S. Als Kolumnist schickte er bis 2004 seinen »Gruß aus dem Sprachlabor« und berichtet seitdem in »Nichts als die Wahrheit« über Fälle aus dem Kriminalgericht in Moabit. Er ist Mitgesellschafter der Agentur glossendienst und lebt mit Frau und Tochter in Berlin. Alles über die Welt ist sein erster Roman.
Ein Weltmosaik in Buchform, ein literarisches Wimmelbild, ein Roman wie keiner zuvor.
Was die Welt wirklich bewegt, geschieht im Verborgenen – und wahrscheinlich guckt wieder kein Schwein. Der weit gereiste Erzähler in Klaus Ungerers höchst ungewöhnlichem Roman präsentiert in hunderteinundfünfzig Geschichten und Bildern an hunderteinundfünfzig exotischen Schauplätzen, was wirklich wichtig war: vergessene Taten, überraschende Erkenntnisse, bewegende Schicksale. Ein großer literarischer Weltreport, der einen eigenwilligen, komischen und bestürzenden Blick auf die Menschheit bietet.
Die ungewöhnlichste Weltreise, die man zwischen zwei Buchdeckeln unternehmen kann.