Das zumindest will der Aufkleber auf dem Thriller "Closer" von Donn Cortez alias Don DeBrandt, der die Romane zur bekannten Fernsehserie "CSI-Miami" schrieb, uns vermitteln. Ob es wirklich stimmt?
Regelmäßig machen unzählige Serienmörder unsere Welt unsicher. Manche werden geschnappt, andere nicht. Letzteren ist der Closer auf der Spur, der es sich zum Ziel gesetzt hat, alle Serienmörder qualvoll umzubringen, ihnen all ihre Geheimnisse zu entlocken und so den Hinterbliebenen der Opfer zumindest ein klein wenig Genugtung zu verschaffen. Sein Ziel...ein ganz bestimmter Serienmörder, der der Höhepunkt und gleichzeitig das Ende seiner eigenen Serienkillerlaufbahn sein soll.
Aber warum das alles? Der Closer, einst ein aufstrebender Künstler namens Jack wurde einst selbst zum Opfer eines Serienmörders. Am Weihnachtsabend, als er kurz zu einem wichtigen Kunden aufbrechen muss - eine einmalige Chance für den jungen Künstler - richtet ein Serienmörder Frau, Sohn und Eltern von Jack brutal hin und inszeniert den Schauplatz wie ein grausames blutiges Kunstwerk.
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Jack verliert seinen gesamten Halt und hat nur ein Ziel, gemeinsam mit der Nutte Nikki, die er sorgfältig ausgewählt hat, selbst auf die Jagd zu gehen. Als er nach einiger Zeit auf die Internetplattform "Das Jagdrevier" stößt und kurz vor seinem letzten Coup steht, bricht auch dieses neukonstruierte Leben völlig in sich zusammen und die Rolle von Jäger und Gejagtem erscheinen plötzlich vertauscht. Hat Jack über die vielen Folterungen und Morde vielleicht selbst sein Ziel und die Vorsicht aus den Augen verloren?
Leider ist Closer in meinen Augen wahrlich kein Buch, das mich die ganze Nacht über fesseln kann. Weder die Folterungen noch die Morde oder auch die Veränderungen in Jacks Psyche konnten mich so fesseln, dass ich unbedingt wissen wollte, wie es weitergeht. Bin ich schon zu abgestumpft? Nein ich denke nicht. Der Thriller plätschert über weite teile gemütlich vor sich her, bis dann endlich im letzten Teil etwas Spannung aufgebaut wird. Leider schon zu spät.