Benjamin Piff ist zurück - nachdem er während seines ersten Abenteuers von Thomas Candlewick persönlich eingeladen wurde, in die Dienste der Wunschwirkwerke zu treten, ist er mitterweile sogar zum Leiter der Abteilung für Geburtstagswünsche 3-12 Jahre aufgestiegen. Und nun steht der erste Auftrag, den er allein ausführe soll, bevor. Ob das gut geht?
Natürlich ist Benjamin aufgeregt, als es endlich soweit ist: Schließlich will er alles richtig und damit seinen väterlichen Freund stolz machen. Aber als es dann ernst wird, klappt es leider nicht ganz reibungslos. Denn statt dem Geburtstagskind inkognito seinen Wunsch zu erfüllen und einfach wieder zu gehen, gerät er in Panik und verliert seine Verkleidung. Zu allem Überfluss wird er dabei auch noch von einer Fernsehkamera gefilmt und erscheint in den Acht-Uhr-Nachrichten.
Es folgt eine Verkettung sehr unglücklicher Umstände, die dazu führen, dass die Fluchwirkwerke und ihre Betreiber von neuem erstarken und auf der Erde nicht die Wünsche der Menschen wahr werden - sondern ihre Alpträume. Und so müssen Benjamin und seine Freunde ein weiteres Mal dafür kämpfen, dass die Wunschwirkwerke bestehen bleiben und nicht in die Hände der Falschen fallen.
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Jason Lethcoe hat es geschafft: Benjamin Piff und der Verlust der Träume ist noch spannender als der erste Teil um den Waisenjungen Benjamin Piff. Beinahe spielerisch führt er neue Charaktere ein und gibt der Handlung damit die entscheidende neue Wendung. Ebenso hat er sich einige sehr spannende und dramatische Hindernisse ausgedacht, die die jungen Angestellten der Wunschwirkwerke bestehen müssen. Auf keiner Seite wird es auch nur ansatzweise langweilig.
Besonders angenehm ist es, dass Benjamin kein perfekter Held ist, sondern wie jeder Mensch Fehler macht und von Unsicherheiten geplagt wird. Er ist kein außergewöhnlich starker Junge, auch nicht unbedingst schlauer als andere - und auch das Glück ist ihm nicht gerade hold. Das macht ihn so sympathisch. Wer mit jedem weiteren Buch von Harry Potter genervt oder sogar gelangweilt wurde, sollte unbedingt Benjamin Piff lesen.
Fazit: Sehr spannende Fortsetzung von "Benjamin Piff und die Magie der Wünsche", die nichts zu wünschen übrig lässt. Temporeich erzählt, teilweise düster, teilweise sehr witzig - in jedem Fall kaum aus der Hand zu legen. Eine echte Alternative zu Harry Potter.
Jason Lethcoe Benjamin Piff und der Verlust der Träume Loewe Verlag, Juni 2008
304 Seiten, gebunden, 12,90 Euro
ISBN 10: 3785563256
ISBN 13: 978-3785563250