Nia muss umziehen: Ihre Mutter erwartet ein Baby und der Vater ist für das Landleben nicht geschaffen, deswegen will die Familie in die Stadt. Nur Nia will nicht weg denn am Bach hat sie ihren eigenen Blumengarten. Wer kümmert sich darum, wenn sie weg ist? Auf der Fahrt ins neue Heim entdeckt das Mädchen eine Kapelle und sieht durch ein Fenster einen Jungen, den sie von der Schule kennt. Als sie in Pendewi angekommen sind, hält es Nia im neuen Haus nicht lange aus. Sie zieht Anziehsachen ihrer Mutter an und geht mit der Hündin Fly spazieren.
Sie sieht Emlyn, den Schulkameraden wieder. Unauffällig folgt sie ihm. Sie weiß nicht, warum sie das macht. Doch irgendwie hat sie das Gefühl, ihm nachgehen zu müssen. In einem Laden passiert ihr ein kleines Missgeschick. Emlyn hilft ihr und lädt sie mit zu sich nach Hause, in die umgebaute Kapelle, ein. Seinem Vater gefällt Nias Outfit. Da er Künstler ist, fängt er sofort an, sie auf Leinwand zu malen. Allerdings muss das Mädchen nach einiger Zeit wieder gehen. Sie verspricht dem Vater wiederzukommen, da er das Bild zu Ende malen möchte. Emlyn begleitet sie noch bis nach Hause. Nias Vater will Fly verkaufen, da sie als Hütehund in der Stadt nichts zu hüten hat. Der Junge möchte sie kaufen. Nia verspricht, mit ihrem Vater zu reden.
Die ehemaligen Nachbarn sind zu Besuch gekommen. Sie nehmen Fly mit. Egal was Nia zu ihrem Vater sagt, er lässt sich nicht umstimmen. Die Nachbarn bekommen den Hund. Das Mädchen erzählt den Eltern, dass sie in der Kapelle war. Sie sind schockiert. Nia wird verboten, die Kapelle je wieder zu betreten. Dort soll vor langem etwas sehr Böses passiert sein. Doch was genau das sein soll, erklärt ihr niemand. Die Eltern wollen nicht, dass Nia eine Freundschaft mit dem Jungen beginnt.
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Welches Geheimnis hat er? Am nächsten Tag besucht sie wieder Emlyn. Von seinem Vater bekommt sie für ein Projekt eine Leinwand. Ob Nia, die Niete, wie sie von allen genannt wird, ein in sich schlummerndes Talent entdeckt? Am nächsten Tag erfährt der Junge, dass Fly an jemand anderen gegangen ist. Er ist wütend auf Nia, da sie ihm nicht die Wahrheit gesagt hat. Am gleichen Tag bricht sich Nias Bruder, Gareth, ein Bein, als er auf dem Klettergerüst ist. Wird er wieder gesund?
Jenny Nimmo hat einen unglaublichen Schreibstil. Auch diesmal zieht sie den Leser in eine Welt voller versteckter Magie. Oftmals kann man Magie und Wirklichkeit nicht unterscheiden. An machen Stellen überschlagen sich die Ereignisse, sodass man als Leser genau nachdenken muss. Die Geschichte fängt harmlos an. Doch je mehr man liest, umso spannender wird sie. Das Buch will man sehr schnell durchlesen, da man unbedingt wissen will, was passiert und wie das Ende ist.
Den ersten Band fand ich jedoch spannender, da dort die Luft mehr geknistert hat. Gespannt bin ich auf den dritten und letzten Teil. Hoffentlich wird der genauso spannend wie der Erste. Den ersten Band muss man aber nicht unbedingt kennen, da im zweiten Band alles schön erklärt ist. Das Buch wird für Kinder ab zehn Jahren empfohlen. Doch Erwachsene werden die Geschichte bestimmt auch mögen.
Jenny Nimmo Der silberne Mond Band 2 der Reihe „Die silberne Spinne“
Ab 10 Jahren
Ravensburger Verlag
224 Seiten, gebunden, 12,95 Euro
ISBN-10: 347334737X
ISBN-13: 978-3473347377