Drei Monate abseits der Zivilisation zu leben, diesen Traum hat sich der Stadtmensch Tobias Micke erfüllt. Den Journalisten hat es auf eine Alm in Kärnten zum Kühe hüten verschlagen. Vorbereitet hat er sich darauf mit einem Viehhüter-Seminar. Ohne Kühlschrank, Waschmaschine, Mikrowelle und Fernseher auszukommen, ist trotzdem nicht so einfach. Und 74 Jungrinder zu hüten, ist auch nicht ganz so leicht, wie gedacht. Nicht selten muss man um Leib und Leben fürchten.
Tobias Micke erzählt mit viel Humor von seinen erlebten Abenteuern und stellt immer wieder den Bezug zum Stadtleben auf witzige Art und Weise her. Besonders deutlich stellt er die Unterschiede in der Lebensweise, die zwischen Stadt und Land bestehen, heruas. Hinterfragt wird auch immer wieder die konventionelle Massentierhaltung im Gegensatz zur Bio-Rinderhaltung, so wie beispielsweise auf der Alm.
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Der Autor gibt gern weiter, was er gelernt hat. Nach der Lektüre weiß der Leser, wie man eine Kuh melkt, wie man Holunderblütensirup herstellt und ein ordentliches Holzofenbrot backt. Es wird einem die Körpersprache von Rindern näher gebracht, man lernt Kräuterkäse selbst herzustellen und erfährt, wie man sich das Internet auf die Alm holt. Praktisch anwendbar und damit ungemein hilfreich sind auch die „Kleinen Hirtentipps aus der Almpraxis“.
Es gibt auch einige Fotos, so dass man sich das Leben auf der Alm besser vorstellen kann. Das Buch ist etwas ganz Besonderes. Es kann Muhen. Und das jedes Mal, wenn man eine Seite umblättert. Leider hat diese kleine Spielerei nicht die gesamte Lesezeit durchgehalten, die Kuh ist vorzeitig verstummt. Das Buch ist trotzdem Kuhl!