Kampf und Gewinn der Kulturen im Amerika des 18. Jahrhunderts
Der historische Kriminalroman lässt uns schnell Mitgefangener des wegen Hochverrats verurteilten Schotten Duncan McCullum auf den alten Segelschonern in den nach Pech und modrig riechenden Gefangenenkajüten unter Deck werden. Er soll in den Kolonien Amerikas dem Provinzfürsten Ramsey zur Hand gehen.
Schon bald nach dem Ablegen des Schiffes rettet er Sarah, die Tochter von Lord Ramsey vor dem Ertrinken, was ihm sicher Sympatien des Kolonialisten einbringt. Als zwei Morde geschehen, weisen rituelle, mystische Zeichen auf alte indianische Traditionen und Rituale hin. Schnell wird der zu sieben Jahren Gefängnis verurteilte Medizinstudent McCullum in ein Mordgeschehen hineingezogen, einerseits zwar als Verdächtiger, vielmehr jedoch als heimlicher Ermittler.
Auch stellt sich im Verlauf der Überfahrt für ihn heraus, dass er lediglich als Lockvogel für seinen Bruder dienen soll, welcher sich offenbar auf die "falsche" Seite – nämlich die der Indianer Amerika’s – geschlagen hat. Deren Bekämpfung scheint nach wie vor das Hauptanliegen der Kolonialherren zu sein.
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Der Protagonist lernt Lister, einen weiteren und ebenfalls gefangen gehaltenen Schotten als Gleichgesinnten Partner kennen. Sie wollen das Geheimnis von "Stony Run" aufklären, ein Ort, der fraglos eine große Bedeutung beim Zusammentreffen der Indianerstämme und im Hinblick auf die Morde hat.
Am Ziel Ihrer "Verlegung" in die Gefangenschaft der Ramsey-Company angekommen, zeigt sich der vermutlich wahre Hintergrund der Vorfälle auf dem Schiff und die Verbindung zu den harten Auseinandersetzungen der Kolonialmächte und deren verbündeten Indianerstämmen wird offensichtlich.
Eliot Pattison hat nicht nur einen - leider etwas langatmigen – Historischen Roman verfasst, sondern vermittelt auch einen auszugsweisen Einblick in die unerträgliche und brutale Kolonialgeschichte der Freien westlichen Welt. Trotzdem spricht die Geschichte nicht richtig an. Alle "zieht sich" irgendwie. Man kämpft mit Ablenkungsgedanken und bisweilen liest sich alles sehr schleppend. Doch: wer Historie mit einer fiktiven Geschichte verknüpft mag, wird seine Unterhaltung finden.