Das Leben eines unehelichen Kindes ist nirgendwo leicht, das muss die neunjährige Aurelia bereits in Amerika schmerzlich erfahren. Doch als ihre Mutter schwer erkrankt und sie mit ihrem Onkel nach Japan reisen muss. Auf der Fluch vor ihrem Onkel irrt sie durch Miyako und findet Schutz im Teehaus des mächtigsten Teemeisters der Stadt.
Hier wird sie als Dienerin seiner Tochter Yukako aufgenommen und von Yukako heimlich im Teeweg unterwiesen. Ein Schock für ihren Vater, den Berg, denn diese Kunst ist Männern vorbehalten. Aurelia wird so zur ersten Frau aus dem Westen, die das alte Ritual kennt.
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Die Teemeisterin bietet einen guten Einblick in die unterschiedlichen Kulturen, die im Japan der 1870er Jahre aufeinanderprallen. Die westliche Kultur bedroht zeitweise gar die traditionelle japanische Lebensweise und zwingt alle Bewohner, sich neu zu orientieren. Als Westlerin, die nach und nach nicht nur die Sprache sondern auch traditionen lernt und lebt, steht Aurelia zwischen beiden Kulturen und wird von einem einst eingeschüchterten Mädchen zu einer jungen selbstbewussten Frau.
EIn farbenfroher Roman, der die Traditionen Japans wunderbar transportiert. Doch oft genug fehlt es an Detailtreue und Tiefgang. Aber das ist, wie so vieles auch, wirklich Geschmackssache. Eine Lektüre, die sich für alle, die sich für aiatische Tradition interessieren und "Die Kaierin auf dem Drachenthron" und "Die letzte Kaiserin" verschlungen haben, ein allemal lesenswerter Roman.
Niemals hätte Yukako ihren Vater bitten können, die Geheimnisse des Teewegs preiszugeben. Nur Männer durften dieses Ritual zelebrieren. Und so bleibt ihr nur eines: der Unterweisung der Novizen versteckt hinter einer Gitterwand zu lauschen. Als der Teemeister davon erfährt, dass sie ihr Wissen nicht nur an Aurelia, ihre Dienerin, sondern auch an eine Geisha weitergegeben hat, stellt er seine Tochter wutentbrannt zur Rede: Sie stehle ihm die Rolle und der japanischen Kultur eine ihrer bedeutendsten Traditionen. Zur Strafe verheiratet er sie mit einem Mann, der die Familie bald in den Ruin treibt. Bis Yukako sich mutig zur Teemeisterin ernennt und die ersten Handlungsreisenden aus dem fernen Westen für Geld im Teeweg unterrichtet. Ihre Dienerin ist als Übersetzerin und engste Vertraute immer an ihrer Seite. Doch das Glück ist den beiden Frauen nicht lange hold, denn plötzlich verlieben sie sich in denselben Mann...