Aldous Leonard Huxley wurde 1894 in Godalming, England geboren und verstarb 1963 in Los Angeles, Amerika. Sowohl väterlicher- wie auch mütterlicherseits kann er auf eine intellektuelle Ahnenreihe zurückblicken. Sein Vater, Leonard Huxley, war als Schriftsteller ebenso erfolgreich wie Julian, Aldous Bruder, der als Biologe den Nobelpreis gewann. Aldous Huxleys literarische Karriere begann mit der Veröffentlichung seines ersten Romans "A Burning Wheel", welchen er im Jahr 1916 während seines Literaturstudiums am Balliol College, Oxford, verfasste. In den darauffolgenden Jahren erschienen neben weiteren Romanen wie etwa "Point Counter Point" (1928) oder "Eyless in Gaza" (1963) zahlreiche Kurzgeschichten und Essaysammlungen, darunter etwa der bekannte Erfahrungsbericht "Doors of Perception"(1954), eine Schilderung über die Auswirkungen der Halluzinogene Meskalin und LSD auf das menschliche Bewusstsein.
Inhalt seiner stilistisch glänzenden Werke ist dabei stets die durch wissenschaftlichen Fortschritt entmenschlichte Gesellschaft. Vorallem während seiner zweiten Schaffensperiode, den Wirren nach dem ersten Weltkrieg, nimmt er sich verstärkt der kritischen Analyse gesellschaftlicher Sitten, Ideale und Normen an. Überzeugt vom gesellschaftlichen Verfall durch die technischen Errungenschaften nach 1920, versucht Huxley den Menschen mittels seiner Literatur Auswege aus deren entfremdeten Leben aufzuzeigen.
Gerade das Praktizieren der großen Weißheitslehren der Welt, insbesondere der Lehrtradition des Buddhismus, betrachtet Huxley als Garanten, die im Zuge der fortschreitenden Technologie einhergehende menschliche Entfremdung und Zerissenheit zu überwinden. Diese Geisteshaltung Huxleys, die sich mit dem Begriff der Mystik deckt, ist die Grundlage sämtlicher Werke und gründet in der Vorstellung, dass sich allein durch die mystische Vereinigung mit Gott die verlorengegangene Einheit des Menschen zurückgewinnen lässt. Gerade in den 40er Jahren des 20. Jahrhunderts nimmt sich der Autor verstärkt spirituellen Themen an, er entdeckt die Bereiche der Parapsychologie und mystischen Psychologie und entwickelt sich infolgedessen vom beobachtenden Satiriker zum leidenschaftlichen Reformator, der die Welt durch eine universale mystische Religion zu heilen versucht.
Literarische Zeugnisse dieser Menatalität sind der 1936 erschiene Roman "Eyless in Gaza" oder das Spätwerk "Island" aus dem Jahr 1962.
Aldous Huxley verstarb am 22. November 1963, dem Tag der Ermordung des amerikanische Präsidenten John F. Kennedys, an Kehlkopfkrebs.
Liste einiger berühmter Werke:
The Burning Wheel (1916)
Crome Yellow (1921)
Point Counter Point (1928)
Brave new World (1932)
Eyless in Gaza (1936)
The Doors of Perception (1954)
Heaven and Hell (1965)
Verfilmungen:
Die erste Verfilmung des Romans stammt von Universal TV aus dem Jahr 1980, die zweite ist 1998 unter der Regie von Dan Wigutow erschienen. Es spielen Peter Gallagher (Bernard Marx), Sally Kirkland (Lenina Braun) und Leonard Nimoy (Mustapha Mond).