Liz weiß, dass Drachen ganz anders sind, als die Menschen sie sich vorstellen. Sie sind geistige Wesen, aus der Erde geboren, die für die Erde lebten und mit ihrem Tod in die Erde zurückkehrten. Sie haben sich verwandelt und laut einer Legende eine Schicht aus Erde gebildet, die man Ton nennt. Für David ist es von Vorteil, dass er als Untermieter bei Liz und ihrer Tochter Lucy lebt. Ihr Wissen könnte ihm bei seinem Aufsatz nützlich sein. Er soll auf Wunsch seines Professors herausfinden, ob es Drachen wirklich gegeben hat. Sollte er der Beste sein, kann er eine Reise in die Arktis gewinnen.
Seit David bei Liz wohnt, gehören Drachen ohnehin zu seinem Leben dazu. Liz ist eine Drachenmacherin. Aus Ton fertigt sie die verschiedensten Drachenfiguren. Es sind ganz besondere Figuren. In der Fantasie der Hausbewohner sind sie nicht nur einfach Dekoration. David ist allerdings skeptisch. Aber als Lucy sich von einem Wunschdrachen Schnee wüscht, geht dies in Erfüllung. David glaubt eher an einen großen Zufall. Aber von da an geschieht so einiges, was man absonderlich nennen kann. Zanna, die David bei seinen Arbeit helfen will, gelingt es durch Zufall, eines der von Liz gefertigten Dracheneier zu beleben. Möglicherweise ist das der Grund, dass Tante Gwyneth plötzlich auf der Matte steht. Sie ist eine merkwürdige Person und die Bezeichnung Hexe passt gut zu ihr. Der Drachen der Tante, Gretel, hat eine seltsame Wirkung auf David. Wie kann man es sonst erklären, dass David sein Zimmer räumt, was bis eben gar nicht für ihn infrage kam, und zu einem Nachbarn zieht? Sein Forschungsarbeit führt er von dort weiter und auch der Kontakt zu Liz und Lucy reißt nicht ab. So bekommt er hautnah mit, was passiert.
Mit „Eisflamme“ wird das erste Buch mit dem Namen „Feuerträne“ des Autors Chris d’Lacey nun fortgesetzt. Es geht eher ruhig los, aber schon bald gewinnt die Geschichte an Fahrt. Der Autor trifft den Nerv seiner Leser. Die Geschichte ist unglaublich spannend und sehr mysteriös. David machen die seltsamen Vorkommnisse zu schaffen. Sie stacheln seine Neugier an und natürlich auch die des Lesers. Möglichst liest man das Buch in einem Rutsch. Es wegzulegen fällt ausgesprochen schwer.
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Wer Drachen mag, wird begeistert sein. Im Hause von Liz und Lucy spielen sie eine ganz besondere Rolle. Da kommt auch David nicht daran vorbei. Auch wenn die Drachen die Hauptrolle spielen, so gibt es in diesem Buch noch eine Reihe von Figuren, die Aufmerksamkeit erregen. Auch sie haben ihre Geheimnisse, wie zum Beispiel die seltsame Tante oder Zanna, die Freundin von David. Nicht zuletzt auch Dr. Bergstrom, der David ja die seltsame Aufgabe gegeben hat. Man darf sich also auf viele interessante Wendungen im Verlauf des Romans freuen.
Die Geschichte ist sehr originell gut geschrieben und mit viel Sinn zum Detail und Humor. Man sollte allerdings den ersten Band „Feuerträne“ gelesen haben, bevor man mit dem neuen Buch beginnt. Es wird sonst schwierig, die Zusammenhänge zu erkennen.
Chris d’Lacey Eisflamme Aus dem Englischen von Petra Koob-Pawis
Mit Illustrationen von Nora Nowatzyk
Coppenrath Verlag,2008
380 Seiten, gebunden, 16,95 Euro
ISBN 3815768616