Als in Rom der Leichnam eines hochstehenden Geistlichen gefunden wird, auf dessen Stirn 666, die Zahl des Teufels, eingeritzt wurde, eilt der junge Jesuitenbruder Paul Kadrell sofort in die ewige Stadt, um mehr über den Mord an seinem alten Lehrer zu erfahren. Gemeinsam mit der Polizistin Claudia Bianchi begibt er sich auf die Jagd nach dem Mörder und stößt auf ein Geheimnis, das sie weit in die Vergangenheit und tief in die Katakomben Roms führt …
Jörg Kastners neuer Roman hält mehr bereit als der reißerische und wenig innovative Titel vermuten lässt. Wird man von diesem nicht abgeschreckt, findet man dahinter einen soliden Thriller mit klerikalem Hintergrund, der den Spannungsaufbau zwar nicht neu erfindet, aber geschickt zur Anwendung bringt, interessant gestaltete Charaktere präsentiert und durch einen lockeren Schreibstil leichte Unterhaltung verspricht.
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Neben Bocksbeinen und Hörnern gehört die "Zahl des Tieres" wohl zu den meistzitierten Kennzeichen teuflischer Umtriebe. Es lässt den Leser daher auf wenig Überraschung hoffen, dass ebendiese auf der Stirn des ersten Mordopfers zu finden ist und sich damit die ewige Frage nach Existenz oder Nichtexistenz des Teufels wieder einmal aufs Neue zu erheben scheint. Das tut sie zwar auch, jedoch spannender und formal gekonnter als es die wenig originelle Thematik anfangs ahnen lässt. Die Charakterzeichnung der Protagonisten ist in Hinsicht auf Glaubwürdigkeit und Tiefe durchaus gelungen und bietet diesen durch starke persönliche Gegensätze Anlass zu interessanten Diskussionen über Sinn und Zweck von Glauben, Religion und deren institutionellen Vertretungen. Die Antworten auf Geheimnisse und Grundfragen, welche die Handlung vorantreiben, verharren über weite Strecken in einem geschickt gebauten Schwebezustand zwischen Thriller und Mystery, klären sich erst allmählich und über verschlungene Wege auf und halten die Spannung so konstant aufrecht. Schade ist es daher, dass das Ende des Romans zwar überraschend, jedoch unzureichend motiviert und daher auf störende Weise aufgesetzt ausfällt, und die bis dahin zwar nicht umwerfend aber solide geleistete Arbeit mit einem müden Nachhall versieht, der der vorangegangenen Qualität der Erzählung wieder etwas an Glanz raubt. Durch ihre mittelmäßige inhaltliche Innovationskraft und die nicht über ein solides Maß hinausreichende erzählerische Finesse kann die "Teufelszahl" in Summe daher zwar keine großen literarischen Ansprüche befriedigen, bietet sich aber durchaus als leichte und unterhaltsame Lektüre an und kann sich durch formales Geschick und nette Verschwörungstheorien von anderen Werken des Genres sogar positiv abheben.
Der junge Jesuitenpater Paul Kadrell wird in den Vatikan versetzt und freut sich auf ein Wiedersehen mit seinem alten Lehrer, Pater Sorelli. Doch kurz darauf findet er Sorelli sterbend auf, grausam zugerichtet: Auf seiner Wange prangt die blutig eingeritzte Zahl des Teufels - 666. Als noch weitere Opfer mit dem Zeichen des Bösen gefunden werden, nimmt Kadrell zusammen mit der römischen Polizistin Claudia Bianchi die Ermittlungen auf. Bald stoßen die beiden auf eine geheimnisvolle Gruppe, die in den Katakomben Roms den Hort des Dämons vermutet. Und Claudia erfährt, dass ihre Familie schon seit Generationen in das uralte Geheimnis verstrickt ist ...