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Glauser-Debüt-Preis PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Redaktion, am 21-04-2008 14:40
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FRIEDRICH-GLAUSER-PREIS - KRIMIPREIS DER AUTOREN 2008 Sparte "Debüt"

Die Jury der Autorengruppe deutschsprachige Kriminalliteratur DAS SYNDIKAT hat den FRIEDRICH-GLAUSER-PREIS - KRIMIPREIS DER AUTOREN 2008 in der Sparte DEBUT dem Kriminalschriftsteller 

  • RAINER GROSS

für seinen Kriminalroman "Grafeneck" (Pendragon) zuerkannt. Der Preis ist mit € 1.500 dotiert.

Begründung:

"Vergangenheit ist nie vorbei, Verbrechen verjähren nie, Schuld kann nie vergeben werden. Auch nicht am Ende der Welt, in einem kleinen Dorf auf der Schwäbischen Alb. Der Lehrer Hermann Mauser ist als verschrobener Kauz verschrien. In den Schulferien kurvt er gern mit seinem Motorrad durch die
Landschaft, buddelt in der Erde, gräbt sich durch Höhlen. Ganz allein. Bis er dabei eines Tages auf einen Toten stößt. Mitten in der Erde. Abgeschlossen vom Rest der Welt. Nicht aber von der Vergangenheit. Plötzlich ist sie wieder da, jene Zeit, über die keiner gern spricht. Die Zeit, als sie die Juden abgeholt haben. Und die Behinderten. "Wir haben hier keine Nazis gehabt", heißt es im Dorf. Die kamen immer von außerhalb. Wieso aber gibt es dann diesen Toten?"

Der Preis wurde am Samstag, den 19.04.2008 beim "Tango Criminale" zum Abschluss der CRIMINALE, dem Jahrestreffen des SYNDIKATs in Wien überreicht.
Die Laudatio hielt die Vorjahrespreisträgerin Andrea Maria Schenkel. 

Weiteres

Über das Buch

"Ich weiß von nichts. Hier in Buttenhausen ist kaum was passiert. Nazis haben wir keine gehabt, und die Juden waren schon weg." Vergangenheit ist nie vorbei. Auch nicht am Ende der Welt, in einem Dorf auf der Schwäbischen Alb.

Ein brutales Verbrechen bringt die Erinnerung zurück. Viele sagen, Hermann Mauser sei ein verschrobener Kauz. Ein Eigenbrötler. Das stimmt. Schon immer gewesen. Er ist einundsechzig Jahre alt, seit dreißig Jahren ist er Grundschullehrer in Buttenhausen auf der Schwäbischen Alb. Als er den toten Mann im Berg entdeckt, wird die Vergangenheit wieder lebendig. Und Hermann Mauser erkennt, dass es Verbrechen gibt, die nie verjähren. Und Schuld, die niemand vergeben kann.
Ein melancholischer Krimi, ein dunkler Heimatroman, ein glänzendes Debüt. Im Mittelpunkt der Geschichte steht ein Mann allein mit einer Schuld, die plötzlich in sein Leben tritt, die nicht seine ist und die er zu seiner macht.

 

(c) Pendragon


Letztes Update: 21-04-2008 14:42

Veröffentlicht in : Magazin, Kulturnews
Schlüsselworte : friedrich-glauser-preis, grafeneck, rainer gross
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