Die Hochzeit ist bekanntlich der schönste Tag im Leben der Braut – und der schlimmste im Tag derjenigen, die den ganzen Zauber organisieren muss. Und nun steht Meg vor der schier unlösbaren Aufgabe, gleich drei Hochzeiten ins Laufen zu bringen, für ihre Mutter, ihre Schwägerin und ihre beste Freundin. Da kann man einen Killer beinahe vernachlässigen, solange er nicht die Vorbereitungen stört!
Den Wunsch ihrer Schwägerin, Pfauen für die Hochzeit aufzutreiben, ringt Meg Langlow nur noch ein müdes Lächeln ab. Zu viele kuriose Ideen musste sie in den letzten Monaten für gleich drei Bräute in die Tat umsetzen, denn sowohl Schwägerin Samantha als auch beste Freundin Eileen und ihre Mutter setzen auf Megs beinahe überirdisches Organisationstalent. Also kehrt Meg in ihre Heimatstadt im tiefen Süden zurück und stellt sich wieder einmal den Macken ihrer halb wahnsinnigen Familie.
Da bedeutet der Tod der allseits unbeliebten Mrs Grovers nur eine mäßige Ablenkung, außer für Megs Vater, der sich sofort mit Feuereifer von der Gartenarbeit ab- und der Detektivtätigkeit zuwendet. Doch bald wird deutlich, dass der liebenswürdige Spinner selber das Ziel des Killers ist. Also muss Meg zwischen Renaissancekostümen, undekorativen Pfauen und der Trauer, dass der schöne Michael leider, leider schwul ist, auch noch den Schuldigen enttarnen, der es wagt, Gift in die Salsa zu schütten.
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Drei Hochzeiten und diverse Mordanschläge - unter diesem Motto steht Donna Andrews vielbeachtetes Debüt, und dieser Titel wäre sicher aussagekräftiger als das eher merkwürdige „Falscher Vogel fängt den Tod“, das dem Originaltitel „Death with Peacocks“ sicher nicht gerecht wird. Aber abgesehen von diesem etwas bemühten Wortspiel ist bei Donna Andrews nicht ganz ernst gemeintem Hochzeitskrimi wenig bemüht. Allerdings muss gewarnt werden, ein Krimi ist dies trotz diverser Leichen und Mordanschläge nur bedingt.
Wie bei vielen Krimis, die auf dem Markt Erfolg haben, ist es weniger die Handlung, die die Aufmerksamkeit des Lesers auf sich zieht sondern die Figuren und die Ausgestaltung. Darauf setzt auch Donna Andrews und tatsächlich gelingt ihr ein skurriles Ambiente, das seinesgleichen sucht. Vom ersten Satz an, wenn die Ich-Erzählerin mit dem Auftrag, Pfauen aufzutreiben, geweckt wird, ist die Aufmerksamkeit garantiert. Dass dabei der Kriminalfall bisweilen fast nebensächlich wirkt und von den originellen Details fast überrollt wird, geht im Lachen und Schmunzeln beinahe unter.
Fazit: Amüsanter Südstaatenkrimi, der mehr auf Spaßfaktor als auf die Ermittlungen setzt