Die Menschen waren schon immer neugierig und daran interessiert ihre Umgebung zu erkunden. So wurde mit der Zeit Schritt für Schritt die Welt entdeckt: Neue Kontinente wurden ergründet, neue Handelswege per Schiff klargemacht, die Luft mit Flugzeugen erobert, die höchsten Berge erklommen und die tiefsten Meere erforscht. Und es ist noch lange nicht vorbei mit der Neugier, denn vom Weltall wissen wir auch noch längst nicht alles.
In diesem Buch werden 20 Abenteuer und natürlich auch Abenteurer vorgestellt. Los geht es mit dem Seefahrer Hanno, der sich im Jahr 470 v. Chr. aufmacht, um die afrikanische Westküste zu erkunden, neue Städte zu gründen und mit anderen Völkern Handel zu treiben. Dabei war es gar nicht so einfach mit dem Schiff über den Altantik zu fahren, über den sich bisher wegen der Strömungen und Winde noch kaum einer gewagt hat.
Zu Beginn jedes Abenteuers liest man zunächst einen kleinen Dialog, der die Situation, in der sich der Abenteurer befand, kurz charakterisiert und auf die Geschichte einstimmt.
Ganz nebenbei lernt man dann etwas über die Phönizier, einem bekannten Volk zu dem auch Hanno gehörte, über die verschiedenen Schiffe, über Purpurschnecken und Elfenbein, mit dem fleißig gehandelt wurde und natürlich noch mehr.
Schließlich folgt man Marco Polos Spuren nach Asien, Christopher Kolumbus auf dem Weg nach Amerika, liest von Willem Jansz, der als erster Europäer Australien betrat, erfährt wie die ersten Dinosaurierskelette gefunden wurden, wie Heinrich Schliemann Troja entdeckte, wie Amundsen den Nordpol erreichte, Juri Gagarin den ersten Flug ins All unternahm und schließlich, wie heute der Weltraum näher untersucht wird.
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Die vorgestellten Abenteuer lesen sich wie kleine Romangeschichten. Sie sind unglaublich spannend und einfühlsam geschrieben, sodass man gern noch mehr über das jeweilige Abenteuer erfahren möchte. Die vielen eingestreuten Zusatzinformationen lockern den Text auf und sind sehr interessant.
Positiv zu erwähnen ist, dass zum Beispiel Kolumbus gar nicht vorgestellt wird, als die erste Person, die Amerika entdeckt hat, sondern einfach, wie er auf Amerika stößt. Gleichzeitig wird die Geschichte eines Wikingervolkes erzählt, das Amerika wohl tatsächlich zuerst entdeckt hat. Genauso wird darauf hingewiesen, dass es eigentlich Inuit und nicht Eskimo heißen sollte.
Das Buch ist somit auf dem neusten Stand der Dinge und die Inhalte werden korrekt wiedergegeben. Schön ist außerdem, dass mit der Vorstellung der Erforschung des Weltalls der Bezug zur Gegenwart und sogar zur Zukunft hergestellt wird. Das macht das Buch außerdem aktuell.
Neben Text gibt es natürlich auch Anschauungsmaterial in Form von Bildern und Fotos. Dadurch werden die Geschichten erst richtig lebendig und man kann sich einen kleinen Eindruck vom Geschehen verschaffen.
Bernd Flessner Kühne Abenteurer und furchtlose Entdecker 20 spektakuläre Expeditionen rund um den Globus Jugend Brockhaus, Beltz & Gelberg, 2008
172 Seiten, gebunden, EUR 16,95
ISBN 340775342X