Ein Mann kämpft um die Achtung einer Frau – mit einer Katze, eine alte Dame schwadroniert im Bus über Tischsitten und Ehemänner, eine andere beweist, dass Frauen und Fußball keine unvereinbaren Größen sind. Doch eines haben all diese Geschichten gemeinsam: Sie zeigen, dass das Leben im Ländle anders ist – und bisweilen tödlich.
Schwaben sind so geizig, dass sogar die Schotten die Flucht ergreifen, sie tyrannisieren Zugezogene mit Vorliebe mit der Kehrwoch’, und ein liegengebliebener Kaugummi auf dem Gehweg kann einen echten Schwaben schon zum Mörder werden lassen. Das alles sind bekannte Tatsachen, die in der Anthologie Tödlichs Blechle auf eine amüsante Spitze getrieben werden. Die ausschließlich von Autorinnen verfassten Geschichten bieten eine gelungene Mischung aus Frauenpower und schwäbischen Besonderheiten.
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Dabei erfreut vor allem die Fähigkeit der Autorin, dem Genre "Krimikurzgeschichte" immer neue Seiten abzugewinnen. So muss ein junger Mann einen Zweikampf um die Wertschätzung einer Frau kämpfen – mit einer Katze, eine Schulleiterin plant einen ungewöhnlichen Lehrerausflug und dann ist da natürlich noch der arme ältere Herr, den seine neugierigen Nachbarinnen aufs Korn genommen haben.
Kurz und knackig, so lesen sich diese tödlichen Stückchen, die ebenso liebevoll wie ironisch das Schwabentum unter die Lupe nehmen. Manchmal hätte man sich noch mehr Lokalkolorit gewünscht, einen noch direkteren Bezug zum Thema, doch insgesamt erfreuen die Autorinnen ihre Leser mit gewitzten, wendungsreichen Geschichten, die – ganz untypisch für Schwaben – mit Pointen nicht geizen.