Im letzten Band hat Charlie seinen Vater wiedergefunden. Doch für sich alleine hat er ihn nicht. Lyell ist nun mit der Mutter in den zweiten Flitterwochen. So können sich die beiden endlich wieder näher kommen, nach so langer Zeit in der Charlies Vater verschwunden war und für tot erklärt wurde. Der Frieden hat nun lange gehalten, doch nun neigt er sich dem Ende zu.
Charlie besucht mit seinem Onkel Paton sein Geburtshaus. Bald wollen sie hier wieder einziehen. Doch die Handwerker haben noch jede Menge zu tun. Der Junge möchte sich sein ehemaliges Zimmer gern ansehen. Doch welches war es? Er entschließt sich auf irgendeine Tür zuzugehen. Tatsächlich, es ist das richtige Zimmer! Doch in dem Raum sind alle Bodendielen aufgebrochen.
Die Renovierungsarbeiten haben doch noch gar nicht begonnen. Sehr seltsam, finden Charlie und Paton. Mehrere Fragen schießen beiden durch den Kopf. Doch eine Erklärung dafür finden sie nicht. Es wird langsam dunkel und die zwei müssen wieder nach Hause zurück. Doch was war das? Zwei seltsame Gestalten rennen aus dem Haus und laufen davon. Charlie will sie anhalten, ist aber zu langsam. Nur kurz kann er ihre Gesichter sehen. Es sind menschliche Gestalten, welche jedoch ein Gesicht von einem Wolf haben. Charlie erschaudert und bleibt wie versteinert stehen.
Auf dem Weg nach Hause, fühlt sich der Junge beobachtet. Ständig bildet er sich ein, die Gestalten irgendwo vorbeihuschen zu sehen. Endlich im gewohnten Heim angekommen, werden sie von Maisie in Empfang genommen. Doch sie hat eine schlechte Nachricht. Grandma Bone ist wieder eingezogen, da ihre Schwester Venetia heiraten will. Zeitgleich bekommt das Bloor-Internat einen neuen Schüler: Dagbert Endlos. Da Manfred wegen Charlie entstellt worden ist, soll der Neue den Jungen ein wenig zügeln. Zudem soll Dabgert Lyell und Charlies Mutter ertrinken lassen.
Anzeige Als die Internatzeit wieder beginnt, bemerkt Charlie, das Asa, der Wolfsjunge, spurlos verschwunden ist. Er muss sich auf die Suche nach ihn machen. Nun beginnt ein spannendes Abenteuer mit vielen Höhen und Tiefen.
Der sechste Band der "Charlie Bone"-Reihe ist meiner Meinung nach noch atemberaubender und mitreißender als die bisher erschienenen Bücher. Sicherlich wird es nicht das letzte Abenteuer von Charlie gewesen sein. Wenn man einmal angefangen hat, die Bandreihe zu beginnen, wird man regelrecht süchtig und flippt fast aus, sobald ein neues Buch erscheint. Die Autorin Jenny Nimmo schafft es, einen Strudel zu erzeugen, in den der Leser mitgerissen wird und alles um sich herum vergisst. Es fällt schwer, das Buch aus der Hand zu legen. Das heißt, dass man es recht schnell gelesen hat und auf ein neues Abenteuer wartet. Die anderen Bände dieser Reihe sollte man kennen, da es eine durchgehende Geschichte gibt. Nur so versteht man den Inhalt und weiß etwas mit den Gaben der Kindern anzufangen. Der Prolog am Anfang erinnert einen an die Geschehnisse im letzten Band. So findet man den "roten Faden" wieder.
Die Geschichte lässt einem kaum Luft zum atmen, so spannend ist sie.
Schade finde ich, dass die Geschichten so kurz sind. Ich wäre gerne länger in Charlies Welt eingetaucht und hätte mehr erlebt.
Dieses Buch sollte auf keinen Fall im Regal von Charlie-Bone-Fans fehlen.
Das Buch wird für Kinder ab 10 Jahren empfohlen.
Jenny Nimmo Charlie Bone und das magische Schwert Band 6
Ab 10 Jahren
Ravensburger Buchverlag
304 Seiten, gebunden, 14,95 Euro
ISBN-10: 347334723X
ISBN-13: 978-3473347230