Der Erzkanzler möchte ein neues Badezimmer, ein alter Gnom möchte ein Schaukelpferd, die Enkelin des Todes möchte endlich ein normales Leben führen, und eine seltsame Gestalt möchte, dass der Schneevater ermordet wird. Und da bald Weihnachten ist könnte so mancher Wunsch erfüllt werden.
Lord Witwenmacher hält es zunächst für einen etwas seltsamen Scherz, als eine graue Gestalt in seinem Büro auftaucht und ihn beauftragt, den Schneevater zu ermorden. Doch der angebotene Preis überzeugt ihn, dass es ein Scherz ist, den man besser ernst nehmen sollte. Und zum Glück hat er einen fähigen jungen Assassinen in seinen Reihen, der auch kniffelige Fälle gern übernimmt.
Gleichzeitig wird Susanne StoHelit in eine Familientragödie der besonderen Art hineingezogen, denn ihr Großvater scheint plötzlich den Verstand verloren zu haben. Er hält sich offensichtlich für den Schneevater, rutscht durch Kamine und macht „Ho. Ho. Ho!“ Nicht gerade die übliche Beschäftigung für – den Tod. Als dann noch die Zahnfee verschwindet, begreift Susanne, dass sie einen kurzen Urlaub von ihrem ganz normalen Leben nehmen muss, um die Welt zu retten.
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Fans von Terry Pratchett werden Schweinsgalopp natürlich kennen, für alle anderen hier noch einmal das Wichtigste in Kürze: Terry Pratchetts verrückte Version des Weihnachtsfests sprudelt wieder einmal über vor irrwitziger Einfälle und komischer Ideen, die sich dennoch zu einem in sich geschlossenen, magischen Ganzen zusammenschließen. Wie immer beschäftigt sich der Autor unter der grellbunten Oberfläche mit ernsten Themen wie der Macht der Phantasie und dem Glauben – um nur einige der Themen zu nennen, die hier in halb satirischer, halb ernster Manier behandelt werden. Wer findet, dass Terry Pratchett in seinen letzten Romanen zu philosophisch und ernst geworden ist, der wird gerne auf Schweinsgalopp zurückgreifen, um mal wieder herzlich zu lachen.
Allerdings wird das Hörbuch der genialen Vorlage nicht ganz gerecht. Natürlich verliert Schweinsgalopp schon in der Übersetzung ein wenig, doch auch dem Sprecher, Rufus Beck, gelingt es nicht gänzlich, die verrückte Magie des Romans zum Klingen zu bringen. Dabei ist die Lesung auf keinen Fall schlecht oder langweilig, Beck setzt seine routinierte Stimme ein, um die verschiedenen Figuren zu charakterisieren, aber gerade das gelingt nicht immer. Das gewisse Etwas fehlt, das jeder Leser individuell heraufbeschwören kann.
Fazit: Gute, aber nicht herausragende Hörbuchversion eines überaus witzigen Romans