Viele von uns kennen sie nur aus dem Zoo. Im schwarzen Anzug und mit weißem Hemd, mit stolz empor gerecktem Schnabel, erscheinen sie unglaublich adrett. Gleichzeitig sieht es unglaublich lustig aus, wenn sie unbeholfen über das Eis watscheln und doch wieder elegant ins Wasser gleiten. Dieses Buch gibt Einblicke in das sehr interessante Leben dieser Tiere.
Sie haben es geschafft in den fast unbewohnbarsten und unzugänglichsten Teilen unserer Welt Fuß zu fassen. Umgeben von einer stetigen Eiseskälte, Schnee und kaum grünen Pflanzen, können sie sich dennoch behaupten und vermehren.
Zunächst werden im Buch verschiedene Pinguinarten wie Königs-, Esels-, Felsen-, Zügel-, Adélie- und Brillenpinguin an Hand von Fotos vorgestellt und erklärt, woher der Name stammt.
Anschließend erfährt der Leser viel über die majestätischen Vögel hinsichtlich ihres Familien- und, Gesellschaftslebens, ihres Überlebenskampfes und noch mehr. Dabei lernt der Leser auch Dinge, die weniger bekannt sind über diese Tiere. So leben sie eben doch nicht nur im Eis, sondern auch auf Schiefer, Fels, Sand, Moränen und in anderen Umgebungen. Dennoch sind sie jeweils perfekt angepasst.
Außerdem sind Pinguine unheimlich neugierige Wesen, die kaum Scheu vor dem Menschen haben. Deswegen ist es den Autoren auch gelungen so wunderschöne Bilder von den Vögeln zu schießen.
Auf den Fotos kann man Pinguine beim Springen, Putzen, Duschen unter Süßwasser, Buddeln, Schlafen und Wandern beobachten.
Erstaunlich zu sehen ist beispielsweise auch, dass die Küken der Königspinguine ganz anders aussehen als die Erwachsenen, nämlich wie kleine braune Bären. Sie wurden zeitweise sogar für eine eigene Art gehalten. Interessant ist auch einen Pinguin bei der Mauser zu beobachten.
Anzeige Das Buch lebt natürlich von seinen Fotos. Zusammenhängenden Text gibt es nicht, stattdessen werden die Fotos jeweils kommentiert. So erfährt der Leser Stück für Stück interessante Details über diese Tiere und kann sie sich gleichzeitig anschauen. Leider ist der Text dafür etwas klein gewählt, wodurch wahrscheinlich vermehrt Aufmerksamkeit auf die Bilder gelenkt werden soll. Allerdings liest sich die kleine Schrift unangenehm.
Es gefällt, dass man nicht nur Dinge über Pinguine nachlesen kann, die man sowieso schon kennt, sondern auch Details, die eher unbekannt sind. Außerdem erfährt man, dass Pinguine durch ihren aufrechten Gang und ihr putziges und tollpatschiges Verhalten teilweise sehr lustige Gesellen sein können. Besonders die Geschichte der Fotografin Tracy Rich im Anhang über die Massenkarambolage einer Gruppe von Pinguinen ist zum Schreien komisch. So bringen auch einige Bilder den Leser sicherlich zum Lachen, aber auch zum Staunen.
Die Fotos sind professionell und in unterschiedlichen Formaten zu finden, so dass jede Seite individuell interessant wirkt. Oft sind nicht nur die Pinguine das einzig Schöne an den Fotos, auch die Landschaft und besonders der Himmel sind oft schön getroffen und runden die Fotos so ab.
Im Nachwort machen die Fotografen darauf aufmerksam, dass wir durch die globale Erwärmung den Lebensraum dieser Tiere Stück für Stück zerstören, das regt zum Nachdenken an.
Fazit: Ein wunderschöner Bilderband über das besondere Leben der Pinguine.