Damit Peter nicht das Wochenende, nach einem Streit mit seinem Vater zu Hause verbringen muss, soll er mit Margrit, dem Aupair-Mädchen, zu Freunden aufs Land fahren. Auf den Hof angekommen, werden die zwei herzlichst begrüßt. Ein wenig später trifft Peter Kate, die Tochter der Familie. Sie hat feuerrotes Haar, welches den Jungen zum Verblüffen bringt. Dem Mädchen wird langweilig. Ihr Vater, Mr. Dyer, muss noch einmal in das Forschungslabor fahren, da er etwas für einen Kollegen zu erledigen hat. Kate ergreift die Chance, um Peter eine neue Erfindung ihres Vaters zu präsentieren. Der Junge jedoch weiß gar nicht, wie ihm geschieht. Er wird einfach mit ins Auto gezogen. Auch Molly, der Hund der Dyers, fährt mit.
Im Labor angekommen, müssen sie an vielen Sicherheitsleuten vorbei. Als sie endlich bei der Anti-Gravitationsmaschine ankommen, kann Kate es gar nicht erwarten, sie Peter zu zeigen. Das Mädchen schaltet die Maschine an. Sie bekommt einen Stromstoß und ihre Haare stehen zu Berge. Nun ist der Junge dran. Als er die Maschine berührt, kommt Molly und springt ihn an. Panisch rennt Mr. Dyer hinter den Hund her. „Er darf nicht entkommen!“, schreit er zu den Kindern. Doch Molly rennt, als hätte sie ein Gespenst gesehen. Nun setzen sich auch die Kinder in Bewegung. Peter wird plötzlich weiß vor Augen. Er bricht zusammen.
Als er aufwacht, spürt er Schmerzen am ganzen Körper. Wo ist er? Wo ist Kate? Was ist passiert? Lauter Fragen schwirren ihm durch den Kopf. Plötzlich spürt er einen Menschen neben sich. Dieser durchsucht seine Taschen, und wird fündig. Alles, was Wert besitzt, wird mitgenommen. Auch ein paar von Kates Haaren werden abgeschnitten und gestohlen. Peter ist zu verwirrt, um sich zu rühren. Das Gesicht eines Mannes erblickt der Junge nun. Eine halbmondartige Narbe liegt ihm auf dem Gesicht. Der Mann sagt, dass sie ihre Maschine zurück bekommen, wenn sie ihn im Black Lion, in London, besuchen. Sie sollen einen geeigneten Preis dafür zahlen. Peter fallen die Augen zu und er wird ohnmächtig.
Als er wieder aufwacht, ist der Mann verschwunden. Auch der Apparat ist weg. Er spürt, Kate auf seinen Beinen liegen. Sie ist so schwer und er so kraftlos. Endlich wacht das Mädchen auf. Auch ihr ist ganz schummrig vor Augen. Beide wissen nicht, wo sie sind. Doch zusammen ziehen sie los, um ein Telefon zu suchen. Allmählich wird es dunkel und die Jugendlichen brauchen ein Versteck für die Nacht. In einem Wald finden sie Unterschlupf.
Nach einem langem Fußmarsch entdecken die beiden eine Hütte. Endlich finden sie Hilfe, denken die zwei. Es riecht nach gebratenen Forellen. Jetzt merken die beiden, wie ihnen der Magen knurrt.
Sie treffen auf einen netten Mann, der Gideon heißt und von dem Mann verfolgt wird, welcher den Apparat entwendet hat. Die beiden erfahren, dass der Mann bei ihrer Ankunft dabei war. Zudem wisse sie nun, dass sie im 18. Jahrhundert sind.
Dank Gideons Hilfe werden die zwei Kinder nun zu Mrs. Byng gebracht. Nach einigen Tagen fahren sie mit einer Gesellschaft nach London und hoffen, dort den sogenannten Teermann zu finden.
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„Der Lord ohne Namen“ ist ein sehr spannender Fantasy-Roman. Man erlebt ein Zeitreiseabenteuer. Es gibt einen Zeitsprung ins 18. Jahrhundert, der Bezug zur Gegenwart bleibt aber erhalten.
Man lernt das Leben im 18. Jahrhundert sehr gut kennen. Dazu gehören auch die Lebensumstände.
Man kann sich gut in die zwei Jugendlichen hineinversetzen und fühlt die Geschichte regelrecht. Die zwei Freunde haben viel zu erleiden und zu erdulden. So werden sie beispielsweise von Straßenräubern angegriffen.
Eine besondere Fähigkeit haben die beiden. Sie können „verschwimmen“. So gelingt es ihnen, von einem Ort zu verschwinden und an einen anderen Ort zu kommen. Oft kommen sie in ihre Welt zurück, erscheinen als Geister, können jedoch nicht dort bleiben, da sie ins 18. Jahrhundert zurückgezogen werden. Diese Geistererscheinungen erschrecken die Menschen. Während sich die Polizei nicht erklären kann, was vorgeht, ahnen die Wissenschaftler aber immer mehr, was passiert sein könnte.
Besonders gut gefallen hat mir, dass die Kinder hilfreiche Unterstützung von Gideon bekommen. Er hilft ihnen des öfteren aus der Patsche.
Das Ende der Geschichte ist nicht vorherzusehen und daher sehr überraschend.
Für Kinder ab zehn Jahren ist das Buch eine Herausforderung. Etwas älter zu sein schadet nicht, da die Geschichte etwas schwer zu verstehen ist und sehr gruselig wird.
Linda Buckley-Archer, Irmela Brender Der Lord ohne Namen Ab 10 Jahren empfohlen
Ravensburger Buchverlag
415 Seiten, gebunden, 16,95 Euro
ISBN-10: 3473347191
ISBN-13: 978-3473347193
Peter und Kate werden von einer Anti-Gravitationsmaschine, die im Rahmen eines Nasa-Projektes für Personentransport im Weltall entwickelt wurde, ins England des 18. Jahrhunderts katapultiert. Die beiden Kinder sind in der Vergangenheit gefangen, denn ein finsterer Kerl, der Teermann, hat ihnen den Sender der Zeitmaschine gestohlen. In Begleitung des undurchsichtigen Gentlemans Gideon machen sie sich auf eine gefährliche Reise nach London, um sich das Maschinenteil zurückzuholen.