JAVIER BARDEM
Javier Bardem kam am 1. März 1969 in Las Palmas auf Gran Canaria zur Welt. Seine Mutter ist Pilar Bardem, eine renommierte Schauspielerin, die seit Mitte der 1960er Jahre bis heute kontinuierlich in Film und Fernsehen arbeitet; sein Onkel war Juan Antonio Bardem, einer der angesehensten spanischen Filmregisseure, der vom FranKo-Regime in Haft genommen wurde, als sein Film "Der Tod eines Radfahrers- (1955) auf den Filmfestspielen in Cannes mit dem Sonderpreis der Jury ausgezeichnet wurde. Viele weitere Mitglieder der Familie Bardem sind ebenfalls bekannte Schauspieler, darunter auch sein Großvater Rafael Bardem und seine Großmutter Matilde Muñoz Sampedro.
Javier war erst vier Jahre alt, als seine Mutter ihm eine kleine Rolle in der spanischen Miniserie "El Picasso- verschaffte. Als junger Mann studierte Javier an der Kunsthochschule Escuela de Arte y Oficios, während er gleichzeitig kleinere Rollen im Fernsehen spielte. Anfang der 1990er Jahre bot ihm Regisseur Bigas Luna eine Rolle in "Las Edades de Lúlu- an, und von da an widmete sich Javier Bardem ganz und gar seiner Schauspielkarriere.
Nach einer kleineren Rolle in Pedro Almodóvars "High Heels - Die Waffen einer Frau- machte sich Javier Bardem 1992 mit der Hauptrolle an der Seite von Penélope Cruz in "Jamón, Jamón - Lust auf Fleisch- einen Namen; für diese Rolle bekam er auf dem Filmfestival in San Sebastián eine Nominierung in der Kategorie Bester Schauspieler und wurde mit etlichen weiteren Preisen ausgezeichnet.
Zu seinen neuesten Spielfilmen gehören u.a. John Malkovichs Regiedebüt "Der Obrist und die Tänzerin-, Fernando Leon de Aranoas "Montags in der Sonne- - der auf dem Filmfestival in San Sebastián als Bester Film nominiert war -, Michael Manns "Collateral- und "Goyas Geister- an der Seite von Natalie Portman. Demnächst wird er in "Die Liebe in den Zeiten der Cholera- zu sehen sein.
Javier Bardem ist der erste Spanier, der für einen Oscar in der Kategorie Bester Schauspieler nominiert wurde; diese Ehre wurde ihm für seine Darstellung des kubanischen Dichters und Dissidenten Reinaldo Arenas in "Bevor es Nacht wird- unter der Regie von Julian Schnabel zuteil. Diese Rolle brachte Bardem außerdem eine Nominierung in der Kategorie Bester Schauspieler auf dem Filmfestival in Venedig ein; ausgezeichnet wurde er dafür mit einem Preis der National Society of Film Critics, des National Board of Review und mit dem Independent Spirit Award. Insgesamt wurden Bardem bei der Verleihung des Goya, dem spanischen Pendant zum Oscar, sieben Nominierungen und vier Auszeichnungen zuteil.
2004 gewann er auf den Filmfestspielen in Venedig erneut den Preis in der Kategorie Bester Schauspieler (nur ein einziger Schauspieler wurde auf diesem Festival jemals bei zwei Gelegenheiten mit diesem Preis ausgezeichnet), und zwar für seine Rolle in Alejandro Amenabars "Das Meer in mir-. Diese Darstellung brauchte ihm außerdem auch einen Goya und eine Nominierung für den Golden Globe ein. Zu Bardems weiteren Spielfilmen gehören z.B. "Montags in der Sonne-, "Die Last mit der Lust-, "Deine Zeit läuft ab, Killer- - für den er auf dem Filmfestival in San Sebastián als Bester Schauspieler preisgekrönt wurde -, "Eine ganz heiße Nummer-, "Ecstasy-, Almodóvars "Live Flesh - Mit Haut und Haar- und "Perdita Durango-.
JOEL COEN (Regie, Drehbuch, Produktion)
Für "The Man Who Wasn’t There- wurde Joel Coen 2001 auf den Filmfestspielen in Cannes als Bester Regisseur ausgezeichnet; dieser Preis war ihm dort bereits 1991 für "Barton Fink- zuteil geworden. 1996 bekam er für "Fargo- Auszeichnungen als Bester Regisseur vom Kritikerverband The New York Film Critics Circle, von National Board of Review sowie einen BAFTA; für diesen Film wurde er - gemeinsam mit seinem Bruder Ethan - zusätzlich mit einem Oscar in der Kategorie Bestes Originaldrehbuch ausgezeichnet. Das Drehbuch zu "O Brother, Where Art Thou? - Eine Mississippi-Odyssee-- ebenfalls in Zusammenarbeit mit Ethan verfasst - heimste eine BAFTA- und eine Oscar-Nominierung in der Kategorie Beste Drehbuchadaption ein. 2004 zeichnete er gemeinsam mit Bruder Ethan Coen als Ko-Regisseur und Ko-Drehbuchautor der Komödie "The Ladykillers- verantwortlich. Zu seinen weiteren Filmen als Regisseur und Ko-Autor gehören "Ein (Un)möglicher Härtefall-, "The Big Lebowski-, "Hudsucker - Der große Sprung-, "Miller’s Crossing-, "Raising Arizona- und "Blood Simple-.
ETHAN COEN (Regie, Drehbuch, Produktion)
Ethan Coen war als Produzent und Ko-Autor verantwortlich für so erfolgreiche Filme wie "Miller’s Crossing-, "Barton Fink- - Gewinner der Goldenen Palme, des Preises für die Beste Regie und für den Besten Schauspieler auf den Filmfestspielen in Cannes 1991 - und "O Brother, Where Art Thou? - Eine Mississippi-Odyssee-, der für zwei Oscars, vier BAFTA-Awards und zwei Golden Globes nominiert war. 1996 war "Fargo-, bei dem er als Produzent und Ko-Autor fungierte, einer der meist ausgezeichnete Filme des Jahres: "Fargo- bekam vier Oscar-Nominierungen und wurde mit zwei davon geehrt, darunter in der Kategorie Bestes Originaldrehbuch für Ethan und seinen Bruder Joel. 2004 fungierte Ethan Coen als Ko-Regisseur und Ko-Autor von "The Ladykillers-. Zu seinen weiteren Filmen als Ko-Autor und Produzent zählen "Blood Simple-, "Rasing Arizona-, "Hudsucker - Der große Sprung-, "The Big Lebowski-, "The Man Who Wasn’t There- und "Ein (Un)möglicher Härtefall-.