Tim Weiner ist Journalist bei der New York Times und gilt als einer der intimsten Kenner des amerikanischen Geheimdienstsystems. Für seine Reportagen und seine Berichterstattung über das geheime ›National Security Program‹, das die CIA gemeinsam mit dem Pentagon heimlich ins Leben gerufen hatte, erhielt er zwei Pulitzer-Preise. Er berichtete als Korrespondent u.a. aus Afghanistan, Pakistan, dem Sudan und weiteren fünfzehn Staaten, in denen er auch CIA-Operationen recherchierte.
Es war nie ein Geheimnis, dass die CIA Leichen im Keller hat.
Doch was Tim Weiner in über zwanzig Jahren Recherche zusammengetragen hat, lässt zahlreiche weltpolitische Ereignisse - beginnend mit dem Korea-Krieg bis hin zum 11. September - und ihre Akteure in neuem Licht erscheinen.
Weiners Blick hinter die Fassade des angeblichen omnipotenten Geheimdienstes enthüllt viel bislang Unbekanntes. Einmalig ist, dass Weiner alle Fakten und seine brillanten Schlussfolgerungen vollständig mit Primärquellen belegen kann. Dafür sichtete er über 50000 Dokumente in den Archiven des Geheimdienstes, des Weißen Hauses und des State Department, die teilweise bis heute als geheim eingestuft waren, und führte Hunderte von Interviews mit hochrangigen Politikern, Ex-Agenten und Insidern, u.a. mit zehn ehemaligen CIA-Direktoren.
Tim Weiner CIA. Die ganze Geschichte Aus dem Amerikanischen von Monika Noll, Elke Enderwitz, Ulrich Enderwitz und Rolf Schubert
S. Fischer Verlag
864 Seiten, gebunden, EUR 22,90
ISBN 978-3-10-091070-7
»Tim Weiner ist Journalist bei der ›New York Times‹. Seit Jahren beschäftigt er sich mit dem Geheimdienst. Niemand zuvor hat so tief hinter die Fassade geblickt, ein so großes Netzwerk an Informanten aufgebaut.«
Manfred Behrens, 3sat Kulturzeit online, 8.2.2008