Hundert Stunden Wieviel Zeit bleibt uns, die Welt zu retten?
Jean-Christophe Rufin wurde 1952 in Bourges geboren und wuchs bei seinen Großeltern auf. Der Großvater war Arzt und in der Résistance und zwei Jahre in Buchenwald inhaftiert. Rufin studierte Medizin und Politik, arbeitete gleich nach seinem Studium als Entwicklungshelfer in Tunesien und Eritrea.
1986 wurde er Berater des Staatssekretärs für Menschenrechtsfragen. Er war Vize-Präsident von Ärzte ohne Grenzen, später im französischen Verteidigungsministerium als Berater für Nord-Süd-Fragen und beim Roten Kreuz tätig. Bis 2006 war er Präsident der Organisation »Action contre la faim« (»Handeln gegen den Hunger«), heute arbeitet er immer noch als Entwicklungshelfer und engagiert sich gegen Antisemitismus und Rassismus. 1997 veröffentlichte er seinen ersten Roman, der sich mehr als 300.000 Mal verkaufte und in 19 Sprachen übersetzt wurde. 2001 gewann er für seinen Roman »Rouge Brésil« den Prix Goncourt. 2007 wurde er französischer Botschafter im Senegal.
Polen, im Frühling 2005: Juliette, Aktivistin in einer Umweltschutzgruppe, befreit Tiere aus einem Versuchslabor. Doch diese vermeintlich harmlose Aktion führt ins Herz eines Komplotts. Eine fanatische Umweltorganisation verfolgt einen mörderischen Plan. Ex-CIA Agent Paul Matisse heftet sich an ihre Fersen. Bis er erfährt, was sie vorhaben, bleiben nur noch hundert Stunden, um die Welt zu retten. Und Juliette muss sich entscheiden, auf welcher Seite sie steht.
Der Goncourt-Preisträger und französische Botschafter im Senegal Jean-Christophe Rufin hat einen mitreißenden Roman geschrieben, dessen packender Sog und literarische Brillanz ganz Frankreich in Erstaunen versetzte.
Hörprobe
Jean Christophe Rufin Hundert Stunden
Aus dem Französischen von Brigitte Große und Claudia Steinitz Fischer, 2008
560 Seiten, gebunden, EUR 19,90
ISBN 10: 3100685091
ISBN 13: 978-3100685094
"Bioterrorismus, Fanatismus und Suspense - ein Roman voller Action und Philosophie." Le Monde
»Rufin gelingt es vorzüglich, die Aufklärung über das Menschenverachtende einiger Spielarten des Ökoterrorismus mit Spannung zu verknüpfen und das zu schaffen, was wir an guten Krimis so lieben: dass sie uns außer dem mitreißenden Plot einen Mehrwert bieten. Wir sind hinterher klüger als zuvor.
Dafür ist Jean-Christophe Rufin der richtige Mann. Er war nicht nur Vizepräsident der ›Ärzte ohne Grenzen‹ und Staatssekretär im französischen Verteidigungsministerium, er gewann auch 2001 den Prix Goncourt. Wissen, Politik und Literatur schließen einander nicht notwendigerweise aus – womit auch den Übersetzerinnen Brigitte Große und Claudia Steinitz gedankt sei.«
Anne Chaplet, Focus online, 5.2.2008
»Das Buch ist ein Abgesang auf gut funktionierende Geheimdienste, die in den Zeiten des Kalten Kriegs für die bessere Seite gekämpft haben. Es geht hart mit blindem Fortschrittsglauben ins Gericht, und es mahnt beherzte Maßnahmen an, ohne die Menschlichkeit auf der Strecke zu lassen.«
Roland Krüger, Deutschlandradio, 8.2.2008
»Der rasante Krimi muss sich vor Schätzings Schwarm nicht verstecken.«
Barbara Meixner, Buchmarkt, Februar 2008
Jean-Christophe Rufin hat einen spannenden, grandios recherchierten und vor allem äußerst beunruhigenden Thriller geschrieben. Möge sein Szenario nie Wirklichkeit werden.«
Laura Rommel, Sächsische Zeitung, 16.2.2008
»Was für ein Thema und was für ein Thriller. Und dazu noch ein Autor, von dem wir annehmen müssen, dass er weiß, wovon er schreibt: Jean Christophe Rufin ist Träger des Prix Goncourt, Botschafter im Senegal, war Vizepräsident von ›Ärzte ohne Grenzen‹ und Berater des französischen Verteidigungsministeriums und des Roten Kreuz. Von Schriftstellern mit solchem Hintergrund kann man immer Interessantes erwarten. (…) Er hat sein Anliegen in einen Roman verpackt, weil er meint, so am besten die Komplexität des Themas erschließen zu können.«
Renée Zucker, rbb Inforadio, Quergelesen, 17.2.2008
»Rufin, 1952 in Bourges in Frankreich geboren, gelingt ein höchst spannender Action-Roman, der den Leser auf über 500 Seiten in atemlosen Tempo durch die Welt jagt. Gleichzeitig reflektiert er in längeren philosophischen Passagen den perversen Hintergrund der Handelnden.«
dpa, 18.2.2008
»Bis zum dramatischen Finale um eine fanatische Umweltschutzgruppe rollt auf den Leser eine Hochspannungs-Flutwelle zu. Brillant!!!«
Bild.de, 22.2.2008