Amelie und Ellen Joe sind beste Freundinnen, die alles gemeinsam durchmachen, auch Amelies leidenschaftliche Verliebtheit in Rico, den Sänger der englischen Boyband Electric Boys. Als ihr großer Schwarm zu einem Konzert nach Darmstadt kommt, ist Amelie überzeugt, dass ihre Träume wahr werden.
Amelie ist vierzehn, hat eine beste Freundin, keinen Bock auf Schule, außer auf Englisch, und einen Schwarm, dem sie jede Woche glühende Liebesbriefe schreibt. Doch alles, was sie bekommt, sind Autogrammkarten, denn ihre große Liebe ist Rico, der Leadsänger einer angesagten Boygroup. Um ihn einmal persönlich zu treffen, sparen sie und ihre Freundin Ellen Joe eisern auf eine Reise nach London. Doch die Erfüllung ihrer Wünsche rückt näher, als die Electric Boys ein Konzert in Darmstadt ankündigen.
Doch das Konzert entpuppt sich als herbe Enttäuschung, als Amelie erkennen muss, dass sie nicht die einzige ist, die mit Rosen und Kuscheltieren um die Liebe ihres Stars wirbt. Enttäuscht setzt sie sich nach dem Konzert ab, aber dann geschieht etwas Unerwartetes: Sie trifft Mike, der hinter der Bühne für die Band arbeitet, und der macht ihr ein unglaubliches Angebot.
Love at second sight ist Teil der Langenscheidt-Reihe „Girls in Love“, die sich an weibliche Teenager richtet, die, während sie von der großen Liebe träumen, gleichzeitig ihr Englisch aufpolieren wollen. Wie auch bei den „Krimis für Kids“ werden englische Dialoge in die deutsche Handlung eingefügt. Hier wird diese Mischung mit der Tatsache begründet, dass die Heldinnen für die bevorstehende Londonreise üben wollen. Der Lernanspruch wird noch durch das Beiheft verstärkt, in dem unbekannte Vokabeln nachgeschlagen oder parallel mitverfolgt werden können.
Anzeige Die Handlung ist ganz auf junge Mädchen zugeschnitten. Die Heldin ist vierzehn und durchleidet die Verwirrungen erster Liebe, Zoff mit Eltern und Kabbeleien mit der besten Freundin auf eine Weise, die genau so schwülstig und essentiell ist, wie man sie in diesem Alter eben empfindet. Da wären auch gewisse pädagogische Fingerzeige wie das bewusste Aufbrechen von Rollenklischees zwischen Vater und Mutter nicht nötig gewesen, diese dürfen aber dem Langenscheidt-Ansatz zugute gehalten werden.
Auch die englischen Dialoge entsprechen nicht ganz dem Alter der Sprecherinnen, da auf eine idiomatisch beinahe überkorrekte Verwendung englischer Ausdrücke Wert gelegt wird. Zwei Jahren Fremdsprachenkenntnisse wie auf der Hülle angegeben erscheinen da etwas wenig für ein reibungsloses Verständnis, doch das ausführliche Begleitheft hilft. Insgesamt dürfte Love at second sight genau das richtige für junge romantische Mädchen sein.
Fazit: Erste Liebe und erste Fremdsprache – Pädagogisches für Romantikerinnen
Herbert Friedmann Love at second sight / Liebe auf den zweiten Blick Langenscheidt, 2007
1 Audio-CD, 14,95 Euro
ISBN 10: 3468205635
ISBN 13: 9783468205637