Conni fährt mit ihren Freundinnen Anna und Billi aufs Land zu Annika, um in den Sommerferien nicht nur zu Hause zu sitzen und sich zu langweilen. Die vier Mädchen wollen zelten und sich um das kleine Lämmchen kümmern, das Annika mit der Flasche füttert. Doch statt eines erholsamen und ruhigen Aufenthaltes, überschlagen sich plötzlich die Ereignisse.
Denn zuerst wird den Mädchen ihr Urlaub von den Nachbarjungs Jasper, Finn, Johannes und Leo geärgert, dann setzen bei Annikas Mutter die Wehen ein, so dass die Mädchen die Nacht allein auf dem Bauernhof verbringen müssen. Als dann auch noch ein starkes Gewitter aufkommt und ein Baum auf den Schafstall fällt, ist von lustiger Ferienatmosphäre nicht mehr viel übrig.
Denn plötzlich müssen die Mädchen ganz ohne Hilfe von Erwachsenen die Schafe wieder einsammeln und können auch über das Telefon keine Hilfe rufen, denn wegen des Gewitters ist die Leitung tot. Da sind sie natürlich froh, als die Jungen kommen und ihnen helfen. Mit vereinten Kräften schaffen sie es schließlich und sind am Ende sogar alle Freunde geworden.
Conni und die Jungs von nebenan ist bereits das elfte Hörspiel aus der erfolgreichen Reihe um die kleine Protagonistin. Es gibt Conni mittlerweile neben den kleinen Pixi-Büchern auch in Erzählbänden im Carlsen Verlag, als Hörbücher und als Spiele. Dabei geht es in Connis Geschichten generell darum, mehr oder weniger typische Situationen für Kinder der jeweiligen Altersgruppe darzustellen und zu zeigen, wie man diese bestehen und Konflikte lösen kann.
Anzeige In Conni und die Jungs von nebenan, das für Kinder ab sechs gedacht ist, müssen Conni und ihre Freundinnen einerseits den Konflikt zwischen sich und den Jungen lösen, andererseits in einer Notsituation überlegt und beinahe schon erwachsen handeln. Das Hörspiel ist sehr kindgerecht aufgemacht und umgesetzt, vom Thema über die Sprecher bis zum Sprachstil ist es perfekt an seine Zielgruppe angepasst. Allerdings ist es an einigen Stellen - auch wenn man das nicht vermuten mag ob des harmlosen Titelbildes - ein wenig zu spannend für Kinder ab sechs. Vier Drittklässler, die eine ganze Nacht auf einem ansonsten leeren Bauernhof allein verbringen und dann auch noch bei Gewitter und Regen ohne jemanden anrufen zu können entlaufene Schafe wiederfinden müssen, könnten wohl so manchem Kind den Schlaf rauben. Zumindest würde ich das Hörspiel nicht empfehlen, um es zum Einschlafen anzuhören.
Davon abgesehen ist Conni und die Jungs von nebenan eine schöne Geschichte. Dadurch, dass sie zusammenhalten und sich gegenseitig helfen, werden am Ende aus der Mädchen- und der Jungengruppe Freunde. So wird am Ende das aufgebaute Klischee der sich anfeindenden Geschlechter zum Glück doch noch durchbrochen.