Studenten sind bekannt dafür, dass sie keine Zeit haben und deswegen häufig in die Mensa oder zum nächsten Fastfood-Restaurant gehen, wenn sie Hunger haben. Aber manchmal hat man keine Lust auf Mensa und Fastfood ist leider nicht so gesund und außerdem teuer. Jetzt gibt es Rettung in Form eines Kochbuchs für Studenten.
Die Alternative fürs Essen gehen ist natürlich das Selbstkochen und das ist angeblich überhaupt nicht so schwer, wie immer alle denken. In dem Buch werden die verschiedensten Rezepte vorgestellt. Damit das Ganze Sinn und Ordnung hat, sind sie geordnet nach „Fixe Snacks“, „Zum Sattwerden“ und „für Viele“.
Somit findet der hungrige Student Anweisung vom Frühstück über Mittag bis zum Dessert.
Die Autorin fordert dabei auf, nicht nur die altbekannten Mama-Rezepte nachzukochen, sondern auch mit Hilfe von Asia-Läden und türkischen Zutaten die internationale Küche auszuprobieren.
Damit beim Kochen nichts schief geht, gibt es zunächst einmal einige Tipps zur Geräteausstattung. Es wird aufgelistet, welche Lebensmittel man grundsätzlich als Student im Haus beziehungsweise Kühlschrank haben sollte.
Liest man sich dann die Hinweise zur Geräteausstattung durch, denkt man, das Buch sei für Kinder anstatt für Studenten. Dass man Messer, Topf und Dosenöffner beim Kochen brauchen könnte, sollte eigentlich jedem von vornherein klar sein.
Anschließend blättert man sich durch die verschiedensten Rezepte, die in der Tat sehr köstlich aussehen und auf alle Fälle Appetit und Lust auf Kochen machen.
Sucht der Student ein passendes Gericht, wird er zunächst die übersichtlichen und farbigen Zutatenlisten lesen. Hier stößt er aber wahrscheinlich bald auf Unbehagen. Man braucht: eine Möhre, dabei gibt es Möhren selten einzeln zu kaufen, ein Stückchen Schale einer Biozitrone, Kürbiskerne, eine Stange Zimt, frisch geriebene Muskatnuss, Koriandergrün und noch andere, teilweise eher exotische Sachen. Sicherlich machen die ganzen Gewürze und Einzelheiten das Besondere der Gerichte aus. Schnell wird aber klar, um das nachkochen zu können, braucht man haufenweise Kleinkram in seiner Küche und außerdem einen riesiges Tiefkühlfach, denn „TK“-Zutaten werden recht häufig gebraucht.
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Selbst wenn man sich entscheidet, doch mal ein Gericht zu kochen, hat man dann wahrscheinlich wochenlang einen Bund Möhren im Kühlschrank, weil man nur eine Möhre gebraucht hat, oder eine Dose Mais, obwohl man nur drei Löffelchen davon braucht. Da hilft auch der Rat nicht, immer gleich die doppelte Portion zu kochen, denn das hält sich dann nur bis morgen. Wer will schon zweimal hintereinander das Gleiche essen. Teilweise sind die Rezepte auch sehr verkompliziert. Statt beispielsweise auf Fertigprodukte zurückzugreifen, wird vorgeschlagen einen Kompott für Milchreis aus Früchten, Zimtstangen, Kirschsaft und Speisestärke zusammenzumischen. Dann braucht man für einen einfachen Milchreis mit Kompott statt 10 natürlich 35 Minuten.
Das macht das Kochbuch allerdings nicht schlecht, sondern lediglich ungeeignet für Studenten. Oft haben sie nicht genug Geld, um sich Biogemüse leisten zu können. Für die meisten Rezepte ist der Zeitaufwand auch zu groß und einen Tiefkühlschrank haben die meisten Studenten auch nicht.
Positiv ist beispielsweise zu erwähnen, dass die Nährwerte zu jedem Rezept angegeben sind. Sehr praktisch ist auch die Tabelle, in der man ablesen kann wie viel Gramm Mehl zum Beispiel einem Esslöffel entsprechen. Auch die Restewirtschaftstipps sind sicher für den ein oder anderen ganz sinnvoll.
Fazit: Ein gutes Kochbuch, aber nicht für Studenten geeignet.