Das Spiel mit dem Tod : Zwischen gestern und morgen
Weil Christopher Watson Großmutter gestorben ist, zieht der 13jährige Junge, genannt Kit, mit seiner Familie wieder nach Stoneygate. Jemand muss sich um den Großvater kümmern. Kit geht nun hier in dem alten Bergarbeiterstädtchen zur Schule. Er findet Anschluss an eine Clique, dessen Anführer John Askew ist. Die Schüler treffen sich in einer Höhle um zu sterben und wieder aufzuerstehen.
Während die anderen Mitglieder der Gruppe das Sterben nur spielen, scheinen die Todeserlebnisse von Kit uns John echt zu sein. Auch Kits Großvater verliert sich für immer längere Zeit und verspürt diesen Drang nach Dunkelheit. Er erzählt Kit auch von dem Grubenunglück, bei dem Kinder ums Leben kamen. So gibt es längst einen Grabstein gleichnamiger Kinder: John Askew, gestorben im Alter von 13 Jahren und Christopher Watson, gestorben im Alter von 13 Jahren.
Eine aufmerksame Lehrerin bemerkt, was die jungen Leute tun. Sie schreitet ein. John wird von der Schule verwiesen und die Höhle zugeschüttet. Kit verbringt immer mehr Zeit mit Allie, die auch zur Gruppe gehört hat. John nimmt immer wieder Kontakt zu Kit auf. Er entlässt ihn nicht aus seinem Bann, bestimmt Ort und Zeit der Begegnungen. Auf einmal ist John fort und es mehren sich die Gerüchte, dass er sich das Leben genommen hat oder einfach abgehauen ist. Kit träumt. Die Geschichte aus seinen Träumen scheint mit dem Schicksal Johns verwoben zu sein. So ist es Kits Aufgabe, John zurückzuholen. Doch wahrscheinlicher ist, das John kommt, um Kit in das Reich der Toten zu holen.
Angst, Dunkelheit und Tod. Darum geht es im Buch. Für Kinder ab 12 ist diese Geschichte sicher zu düster, auch wenn am Ende doch die Hoffnung die Oberhand gewinnt. Die Geschichte besticht durch ihren eindringlichen Schreibstil. Zudem spielt sich die Handlung auf mehren Ebenen, die untrennbar miteinander verwoben sind, ab. Da sind die Geschichten des Großvaters, und seine Dämonen der Vergangenheit. Da ist die Welt in Kit, die Vorstellungen, die John durch eine Hypnose erzeugt. Und natürlich die Gegenwart mit der Familie, Freundin Allie, dem sterbenden Großvater und John, der nicht locker lässt. Vergangenheit und Gegenwart verschmelzen, bestimmen über Leben oder Tod.
Eine schaurige, geheimnisvolle und manchmal verwirrende Geschichte, die nicht gerade leicht verdaulich, aber trotzdem faszinierend ist.
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David Almond Zwischen gestern und morgen Aus dem Englischen von Mechtild Testroet Ravensburger Buchverlag ab 12 Jahren 250 Seiten, Taschenbuch, 5,95 Euro ISBN 3-473-52209-0