Ernst hat es nicht leicht, als kleines rosa Schwein. Jeden Tag geht er in die Schule und hat schon richtig Angst, vor dem großen borstigen Schwein Axel. Vor ihm hat fast jeder Angst. Er ist so brutal, verhaut andere Schweinchen gerne und ist allgemein sehr Furcht einflößend. Ernst leidet sehr darunter und weiß nicht, was er tun soll, bis er endlich mit seiner Oma darüber spricht.
Ernst hat sogar schon ein blaues Auge, so sehr hat Axel ihn verhauen. Daraufhin rät seine Schweinefreundin Emma ihm, ganz dringend mit seiner Oma zu reden. Ernst fasst Mut und zieht los. Natürlich ist die Oma sehr erschüttert über Ernsts blaues Auge und auch über die Geschichte über Axel. Doch die Oma überrascht Ernst. Sie betrachtet die Situation von einer ganz anderen Seite und erklärt, dass andere oft brutal werden, weil sie in Situationen sind, mit denen sie selbst nicht zurecht kommen und große Probleme haben.
Ernst kann erst nicht glauben, warum seine Oma das böse Schwein Axel in Schutz nimmt, dennoch muss er darüber nachdenken.
Auf dem Nachhauseweg kommt Ernst dann zufällig an Axels Haus vorbei und bekommt mit, wie Axel von seinem Vater beschimpft und verhauen wird. Da versteht Ernst plötzlich was los ist. Als Axel anschließend heulend auf der Treppe sitzt, fasst Ernst Mut und tröstet ihn. Das löst auch in Axel eine grundlegende Veränderung aus.
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Die Geschichte thematisiert das Thema Gewalt, sowohl in der Schule, als auch zu Hause. Der Autor versucht zu zeigen, dass man gewisse Probleme schon durch Gespräche lösen kann und es sehr wichtig ist, dass man aufeinander zugeht, so wie Ernst es hier mit Axel tut. Allerdings ist fraglich, inwieweit das Opfer in einer solchen Situation es tatsächlich wagt, einen Schritt auf den Täter zuzugehen. Davon abgesehen wird Axel sicherlich weiterhin von seinem Vater geschlagen werden, da dieser nicht aufgehalten wird, und seine Probleme sind somit nicht aus der Welt, auch wenn der Autor das so versucht darzustellen.
Weiterhin spielt das Thema Freundschaft eine zentrale Rolle, denn Axel und Ernst werden scheinbar sehr gute Freunde, als Ernst herausfindet, dass Axel eigentlich nur aus Verzweiflung zuschlägt und weil er es selbst nicht anders kennt. Somit vergibt Ernst Axel sogar, obwohl er oft von ihm verprügelt wurde. Aber ob Axel in der realen Welt auch solch eine Hundertachtziggradwendung machen und dann für immer freundlich bleiben würde, ist eher anzuzweifeln.
Gleichzeitig soll der Leser erkennen, wie wichtig es ist, dass Kinder einen Ansprechpartner haben, sowie Ernst mit seinen Problemen zu seiner liebe- und verständnisvollen Oma gehen kann.
Die Geschichte an sich ist sehr kurz gehalten und man hat nicht viel Text zu lesen, dennoch steckt eigentlich viel in dem Erzählten drin. Allerdings geht die Geschichte, so wie der Autor sie beschreibt, an der Realität vorbei.
Da der Text so kurz ist, spielen die Bilder eine große Rolle, die in ihrer Weise die Szenen sehr vergrößert darstellen. So muss man das Buch manchmal einige Zentimeter vom Auge weg halten, um die Szene erkennen zu können.
Die Schweine hat der Zeichner dabei sehr individuell und eventuell etwas gewöhnungsbedürftig dargestellt.
Fazit: Ein realitätsfernes Kinderbuch zum Thema Gewalt.