Nie reicht das Geld! Viele Familien können ein Lied davon singen. Da muss man nicht mal von Arbeitslosigkeit betroffen sein, auch Normalverdiener kennen das Problem. Man hat den Eindruck, das alles teurer wird und der Lohn oder das Gehalt hier nicht mehr mithalten können. Das Geld in der Tasche wird immer weniger, die Preise steigen.
Der Autor hat nachgerechnet und zeigt im ersten Teil seines Buches sehr genau, wo es klemmt. Dabei zeigt er auch, welche neuen Ausgaben unsere Spaßgesellschaft mit sich bringt. Schnell wird klar, wo der Lohnzuwachs bleibt und warum man zum Schluss weniger in der Tasche hat, als man dachte.
Das größte Problem, so die Meinung des Autors, ist es, dass viele Menschen nie den Umgang mit dem Geld gelernt haben und zudem einfach nicht ordentlich rechnen können. Das setzt sich in der heutigen Erziehung fort, so dass die Jugend es in der Zukunft auch nicht besser machen dürfte, wenn hier nicht gegengesteuert wird.
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Damit sich etwas ändert und man nicht in der Schuldenfalle hängen bleibt, gibt es im zweiten Teil des Buches die passenden Ratschläge. Der eigene Haushalt wird zum Familienunternehmen, das ab sofort professionell geleitet wird. Der Autor erklärt gut nachvollziehbar, wie man die eigene Finanzsituation durchleuchten kann, damit man genau weiß, wo man steht. Aktives Mitmachen ist hier erforderlich. Mit dem vorliegenden Plan lässt sich die Finanzsituation verbessern. Außerdem beugt man zukünftigen finanziellen Überraschungen vor.
Geholfen wird aber auch bei größerer finanzieller Not. Der Leser erhält ausführliche Hilfe im Umgang mit Krediten. Damit auch die finanzielle Zukunft im Alter etwas besser aussieht, gibt es auch hier entsprechende geldwerte Tipps. Und damit es den Kindern später nicht genauso wie den Eltern jetzt geht, werden auch Erziehungsfragen im Umgang mit Geld besprochen.
Ein Buch hat in seinen Hilfsmöglichkeiten seine Grenzen, das weiß auch der Autor. Deshalb gibt es im Anhang Adressen an die man sich wenden kann, wenn man weitere Hilfen benötigt.
Fazit: Der kleine Ratgeber zum freundlichen Preis hat es in sich. Man kann damit die eigene Finanzsituation analysieren und verbessern. Die vielen Tipps und Erklärungen sind alltagstauglich und mit Disziplin auch umsetzbar. Gerade für Menschen die keine all zu großen Schulden haben, sondern einfach nicht mit ihrem Geld auskommen, ist das Buch sehr wertvoll.
Matthias Müller-MichaelisGeneration Pleite
Was tun, wenn das Geld nie reicht? Knaur. Taschenbuch, 2008
255 Seiten, broschiert, 6,95 Euro
ISBN-10: 3426780437
ISBN-13: 978-3426780435