Dass eine seiner Tänzerinnen einfach abhaut, kann Clubbesitzer Mick Allerton nicht so einfach hinnehmen. Also muss Fran Varady, Gelegenheitsschnüfflerin und Ex-Obdachlose, her, um das irrende Schäfchen in die Familie zurückzuholen. Fran ahnt natürlich, dass sie sich Ärger einhandelt, aber Mick hat überzeugende Argumente.
Fran Varady ist mit ihrem Leben eigentlich ganz zufrieden. Sie hat inzwischen die Straße hinter sich gelassen, hat ein Dach über dem Kopf, eine Hündin, die sie liebt, und auch wenn die Schauspielkarriere noch nicht so recht anlaufen will, kann sie doch immerhin auf eine kleinere Serie aufgeklärter Verbrechen zurückblicken. Doch dieser Ruf handelt ihr auch Ärger ein, denn manchmal erinnern sich Menschen daran, deren Weg sie lieber nicht kreuzen würde.
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Einer dieser Menschen ist Nachtclubbesitzer Mick Allerton, der von Fran erwartet, dass er Tänzerin Lisa zurückholen soll. Die junge Frau hat für Mick gearbeitet, doch über Nacht ist sie spurlos verschwunden. Fran kann sich schlecht weigern, denn Mick hält ihre heißgeliebte Hündin Bonnie als Geisel fest. Also geht Fran der Spur nach und stößt gleich als erstes auf die Leiche eines von Micks Türstehern.
Die Serie um Fran Varady geht in die sechste Runde. Leser, die ihre Karriere mitverfolgt haben, können bestätigen, dass die junge Obdachlose einen weiten Weg zurückgelegt hat seit den Anfängen, wo sie nur mit ihrem Bündel und den Erinnerungen an ihre tote Großmutter ihren ersten Fall unter den Reichen und Schönen löste. Inzwischen hat Fran sich einigermaßen emanzipiert, wenn auch ihre Träume von einer Schauspielkarriere dieselben geblieben sind. Wenn da nicht immer die Morde wären, die ihr dazwischen kommen.
Neben dem immer wiederkehrenden Motiv des unfreiwilligen Detektivspiels treten auch die vertrauten Nebenfiguren wieder in Erscheinung, allen voran Ganesh, Frans Beinahe-Freund, der die Stimme der Vernunft in ihrem chaotischen Leben verkörpert. Spannender als der ewig zögernde Ganesh ist der halbseidene Clubbesitzer Mick Allerton, dessen krumme Geschäfte dem Fall eine gewisse Komplexität verleihen.
Insgesamt istDenn mit Morden spielt man nicht ein eher durchschnittlicher Vertreter in der Reihe klassischer englischer Kriminalromane. Die Handlung entwickelt sich mit den obligatorischen Wendungen, ohne jedoch wirkliches Neuland zu betreten, und auch die Figuren bewegen sich in vertrauten Bahnen. Wer Fran Varady und die übrigen Figuren, die sich um sie scharen, mag, der wird gerne in die vertrauten Gefilde zurückkehren, alle anderen werden möglicherweise gewisse Ermüdungserscheinungen entdecken.
Fazit: Fran Varady zum sechsten – sympathisch, aber nicht neu