Nehmen Sie sich den Tag frei. Holen Sie sich eine große Tasse Kakao und eine Riesenportion Kekse. Graben Sie sich in Ihrem Bett ein und stellen Sie das Telefon ab. Und am Allerwichtigsten: Vergessen Sie die Taschentücher nicht!
Hier sind die schönsten Liebesromane, von unserer Redaktion ausgewählt:
Andrew Sean Greer: "Die erstaunliche Geschichte des Max Tivoli"
Rückblickend verfasst Max Tivoli seine Lebensgeschichte, um seinem Sohn Sam und Alice, der Liebe seines Lebens, endlich die Wahrheit über sein außergewöhnliches Leben zu erzählen.Ein wunderbarer Roman, der zugleich die unergründlichen Wege der Liebe darstellt.
Die Liebe und die Musik wirken wie Medien einer Verwandlung der Welt ins Emphatische, so wurde die Welt Text und Klang, so wurde sie Erzählung und Komposition.", sinniert Johannes. Diese Worte stehen stellvertretend auch für diesen Roman und dessen Duktus, der beinahe an die Versponnenheit mancher Kompositionen Franz Schuberts erinnert.
Das Verlangen nach Liebe ist ein Buch, welches Freude am Innehalten erzeugt.
Ein aus seinem Leben gefallener Rundfunkredakteur mit Namen Josef, geschieden und Vater eines sechsjährigen Sohnes, gerät in einem mentalen Ausnahmezustand in eine fatale Lage: er klaut einen VW, in dessen Tür der Schlüssel steckt, fährt los und merkt alsbald, dass auf dem Rücksitz ein junges Mädchen liegt.
An einem winterlichen Morgen wird der Kinderarzt Italo Blasi ermordet aufgefunden. Niemand weiß etwas über den Mord, und er bleibt unaufgeklärt. In geheimnisvoller Weise scheint die Familie des Apothekers Elia Sciaki mit der Sache etwas zu tun zu haben. Aber viel erfahren wir nicht. Die Geschichte ist meisterhaft erzählt. Kenner und Liebhaber Italiens sollten sie sich nicht entgehen lassen!
Mit einer Überraschung für den Protagonisten dieses Romans, einem namenlosen Erzähler, beginnt die spannende und fesselnde Geschichte der Zersetzung einer Ehe und der Rettung durch die Liebe.
Eines der schönsten stillen Bücher des Spätsommers 2007, geprägt von einer glasklaren Sprache, außerhalb jeglicher übertriebenen Reizüberflutung: eine Hervorhebung der Schönheit des Einfachen und Unspektakulären. So oder so öffnet die Augen für das Gewöhnliche, aber nicht minder Attraktive. Das Buch ist eine Ode an den Augenblick.
Selten hat man von einer außerhalb der gängigen Normen liegenden Liebeswerbung in dieser Form gelesen. Kein falscher Ton schleicht sich ein. Die Begegnungen, Erlebnisse und Anstrengungen bei der Suche sind phantasievoll konzipiert und entbehren nicht der Komik. Atemlos folgt man Antoine auf seinen Wegen und bangt mit ihm um den Erfolg der Unternehmung. Man hofft mit ihm auf ein Happy End und wünscht, das Buch möge niemals enden.
Liebe, Träume, Wehmut und Schmerz, Eifersucht, Glück mit all seinen Illusionen, verpasste Chancen im Leben, der Tod, aber vor allem Heimweh und Sehnsucht sind die zentralen Themen in Arnold Stadlers wunderbarem, wohl auch stark autobiografisch geprägtem Roman "Komm, gehen wir".
Rolf Dobellis etwas anderer Liebesroman Himmelreich spielt gekonnt auf der Klaviatur des Scheins und Seins. Immer wieder wird der Leser aus seinen Erwartungen gerissen, immer wieder muss er sich auf neue Schauplätze, neue Realitäten einstellen.