Nach außen hin funktioniert die Ehe zwischen der schönen Serena und dem Fußballcoach Tom Tully. Sie haben zwei Kinder, ein schönes Haus und genug Geld, um ihr angenehmes Leben zu finanzieren. Doch hinter den Kulissen brodelt es, denn Tom ist ein cholerischer Schläger und seine Frau hat seit ihrer Jugend psychische Probleme. Als Tom auf den Gedanken kommt, dass Serena ihn betrügt, dreht er durch.
Er setzt den raffinierten Scheidungsanwalt Garfield auf den Fall an, und tatsächlich scheint alles nach Plan zu laufen. Serena wird aus dem gemeinsamen Haus geworfen und darf die Kinder nicht mehr sehen. Einziger Lichtblick ist die Einsetzung eines unabhängigen Gutachters, der ihren Geisteszustand überprüfen soll. Ein gnadenloses Spiel um Geld und Macht beginnt, auf dem die Anwälte sich nicht den schmutzigsten Krieg liefern, denn Tom hat Kontakte zur Unterwelt.
Unerbittlich beginnt so klischeehaft, dass man es fast lieben muss. Da ist die zerbrechliche zarte Ehefrau, die ihre Kinder liebt, mit der Realität jedoch vollkommen überfordert ist. Auf der anderen Seite steht der brutale Ehemann, der mit Gewalt und Psychospielchen seine Frau terrorisiert. Die beiden Lager werden durch die Anwälte, den gerissenen des Mannes und den vollkommen unfähigen der Ehefrau unterstützt. Erst als der Gutachter und ein zweiter Anwalt sich in den Krieg einmischen, beginnt sich das Blatt zu wenden.
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So weit so gut, doch genau zu diesem Zeitpunkt beginnt die perfekte Geschichte Risse zu bekommen. Denn der Gutachter findet auch im Verhalten der labilen Serena ihre Schwachpunkte, und auch die Vorwürfe ihres Mannes scheinen nicht so ganz aus der Luft gegriffen zu sein. Tom Tully wird zum in die Enge getriebenen Raubtier, und der Roman, der als Gerichtsthriller begann, nimmt plötzlich unverkennbare Thrillerelemente an.
Die dritte unerwartete Wendung nimmtUnerbittlich in seinem Finale, das Tom und Serena noch einmal aufeinandertreffen lässt. Wenn der Leser das Buch schließlich aus der Hand legt, so werden die meisten zugeben müssen, dass sie dies nicht erwartet haben, und das ist auch schon der große Vorteil dieses Romans.
Schwachpunkte finden sich in dem ständigen Spiel mit Klischees, bei dem man sich nie genau sicher sein kann, ob es wirklich ein bewusstes Spiel ist. Dennoch ist die Mischung aus Übertreibung und Überraschung dazu angetan, die Aufmerksamkeit des Publikums zu fesseln, denn unterhaltsam ist es allemal.