Walter Frank über die Satire und Philosophie des Alltagslebens
Mit Gut oder Böse - Satire und Philosophie des Alltagslebens hat Walter Frank jetzt den vierten Band in der Reihe "frank und frei" vorgelegt.
Auf 188 Seiten stellt der Autor satirische und philosophische Betrachtungen zu den vier großen Themenbereichen Gesellschaft, Politik, Psychologie und Familie an. Wichtig ist Frank dabei, dass "diese Überlegungen den Leser anregen, selbst weiter zu denken, die jeweilige Lage einzuschätzen und Verbesserungen zu finden". Dem Leser sollen die vielen Widersprüchlichkeiten des Alltags nicht nur auffallen, er soll auch überlegen, wie man es besser machen könnte. Ein Appell, den er besonders an gesellschaftliche und politische Institutionen richtet.
Anzeige
Frank stellt das Buch unter den Aspekt "gut oder böse" und wirft damit auch die Frage auf: Was ist eigentlich "gut" und was ist "böse"? Und wer legt das fest? Die verwirrende Vielfalt und Widersprüchlichkeit in der Auslegung dieses Begriffspaares reicht laut Frank vom banalen Alltagsverhalten bis in die hohe Politik, die Kultur und die Religion. Ob man "Gutes" oder "Böses" tut, so resümiert der Autor im Epilog, entscheidet sich darin, ob jeder Mensch die Verantwortung annimmt weiter zu denken, um zu humanen Lösungen für die verschiedenen Probleme der Welt zu gelangen. Walter Franks Buch soll dem Leser dabei Anregung sein und Hilfestellung leisten. Die vergnügliche Satire kommt trotz aller ernsthafter Betrachtungen aber auf keinen Fall zu kurz.
"Die Lust, einmal anders zu denken", die Frank dem Leser in der Vorrede wünscht, demonstriert er selbst auf das anschaulichste in der Wahl seiner Mittel. Nicht ermüdend lange und theorielastige Essays erwarten den Leser, sondern Gedichte (mit und ohne Reim), offene Briefe, Gedankennotizen und kurze Beiträge mit essayartigen Zügen wechseln sich munter ab. Einem Gedicht mit der provokanten Antwort auf die Frage: "Wer verändert unsere Welt?" folgt beispielsweise eine kurze Betrachtung zu dem Thema ob Seilschaften die Rechtsprechung beeinflussen. Immer wieder animiert Frank dabei den Leser durch Fragen seinen eigenen Blickwinkel zu einer Thematik zu erarbeiten: "Kann man einem Gericht trauen, das einem Menschen traut, der schon einmal bewiesen hat, dass für ihn das deutsche Recht nicht gilt? Wie soll das ein Laie verstehen", fragt er beispielsweise in seinem Beitrag "Einfluss der Seilschaft auf die Rechtsprechung?". Fast philosophisch-poetisch muten dann wieder Beiträge wie "Abends wird die Metro dunkler" an.
Gut oder Böse - Satire und Philosophie des Alltagslebens ist ein Buch für alle, die sich gerne zu kritischen und satirischen Betrachtungen animieren lassen ohne dabei zuviel "vorgedacht" zu bekommen oder auf ausgetretenen Pfaden zu verbleiben.
Für wirtschafts- und gesellschaftspolitische Themen und Konzeptionen hatte Walter Frank schon immer ein Faible. Ursprünglich ist der in Deutschland und Belgien wohnhafte Autor jedoch studierter und promovierter Agrarökonom. Über 30 Jahre war er als Beamter in verschiedenen nationalen und internationalen Dienststellen tätig, bevor er sich aus privaten Gründen neu orientierte und eine Heilpraktikerausbildung absolvierte. In diesem Bereich ist Walter Frank auch heute noch tätig. Aus dem Interesse für wirtschafts- und gesellschaftspolitische Themen aber sind satirische Essays, Bemerkungen und Gedichte hervorgegangen, die in der Reihe "frank und frei" bereits in drei Bänden erschienen sind. Nun legt der Autor mit "Gut oder Böse - Satire und Philosophie des Alltagslebens" den vierten Band in dieser Reihe vor.