Auch im zweiten Teil nach Der Löwe ist los geht es sehr turbulent zu. Ein dreister Dieb treibt im Städtchen Irgendwo seine Unwesen. Fast jeder wird beklaut. Polizist Poch steht vor einem Rätsel. Der Dieb stellt sich äußerst geschickt an. Niemand hat ihn gesehen. Ob Rabe Ra etwas damit zu tun hat? Oder war es gar der Teufel, wie Frau Wisstihrschon glaubt?
Zuerst schlägt der Dieb bei Herrn Dreipfennig zu. Über Nacht verschwinden die drei Pfennige, die er gespart hat, vom Nachtschrank. Dann wird die Bank ausgeraubt. So gut wie alle Leute in Irgendwo sind ihr Erspartes los, nur her Dreipfennig nicht, der sein Geld ja zu Hause hatte, wo es bekanntlich aber trotzdem geklaut wurde. Auch Pips silbernes Armband verschwindet.
Der Dieb gibt sich mit solchen Kleinigkeiten jedoch nicht zufrieden. Er plant den ganz großen Coup. Er will auch das Kaufhaus stehlen. Das soll eigentlich Totokatapi, der Löwenfänger, erben. Der einstige Kaufhausbesitzer ist vor einiger Zeit verstorben. Dass er Totokatapis Onkel war, wusste keiner. Rechtsanwalt Schlau hat es herausgefunden. So machen sich Kim, Pips, Wu, Schipp, Ra und Dok mit dem Flugzeug auf die Reise nach Sultanien, um Totokatapi die Nachricht zu überbringen. Ausgerechnet hier, im Palast des Sultans, treffen sie auf den Dieb, von dem sie noch nicht wissen, dass er der Dieb ist. Mr. Knister raubt dreist den Brief, der Totokatapi als Erben ausweist und will anstelle des Löwenbändigers unrechtmäßig dessen Erbe antreten.
Auch diese Geschichte ist spannend, phantasievoll und voller Abenteuer. Ein gelungener Spaß, der Kinder zum Staunen bringt. Zum Vorlesen ist die Geschichte ebenso geeignet wie zum Selberlesen für Grundschüler. Die Kinder werden sich freuen, alle bekannten Figuren aus dem ersten Buch wiederzutreffen. Auch dieser Band ist mit zahlreichen Illustrationen von Horst Lemke versehen.
Zum Buch gehört eine CD-ROM, geeignet für Grundschüler. Hier wird die Geschichte anhand von Animationen erzählt. Zwischendurch gibt es viele abwechslungsreiche Spiele. Kinder können ein Flugzeug bauen, auf Baumstämmen balancieren, Bildunterschiede suchen, Bildausschnitte zusammenfügen, Waren einsortieren, Gegenstände fangen und viel mehr. Die Bedienung des Programms ist kinderleicht. Bei einigen Spielen ist jedoch Fingerspitzengefühl gefragt. Als Belohnung gibt es Münzen. Jedes Spiel lässt sich auch separat aufrufen, so kann das Lieblingsspiel immer wieder gespielt werden. Leider hakt der Ton etwas, so dass hin und wieder Satzenden verschluckt werden.
Systemvoraussetzungen: Pentium PC, 32 MB RAM Windows 95/98/ME/XP/NT/2000 VGA-Grafik, 640 x 460 Pixel, 16 Bit Farbtiefe
Über den Autor:
Max Kruse, geboren 1921, ist der Sohn der Puppenschöpferin Käthe Kruse. Er studierte nach dem Abitur in Jena. 1965 verfilmte der Hessische Rundfunk sein erstes Kinderbuch „Der Löwe ist los“ mit der Augsburger Puppenkiste. Sehr bekannt sind auch seine Urmel-Geschichten. Der seit 1965 mit seiner zweiten aus China stammenden Frau Shaofang, einer Malerin und Musikerin, verheiratete Autor lebt er in der Nähe von München.