Frau Wisstihrschon ist ganz aus dem Häuschen. Aufgeregt erzählt sie Pips und Kim, dass der Löwe aus dem Zoo der kleinen Stadt Irgendwo ausgebrochen ist. Alle Wärter soll er aufgefressen und die Straßenbahn umgeschmissen haben. Draußen ist es nun gefährlich und aus dem geplanten Spaziergang wird nichts. Aber in den Garten kann man noch, oder?
Das Mädchen Pips trifft im Garten Tralala. Er lädt sie zu einer Fahrt mit seinem Wagen ein. Tralala nimmt Pips die Angst vor dem Löwen, denn er weiß angeblich, was man zu Löwen sagen muss, damit sie Pfötchen geben. Der Erste, der den Löwen zu sehen bekommt, ist Rabe Ra. Eigentlich wollte er nur ein zweites Frühstück im Garten von Herrn Krume und Frau Blume einnehmen, da sitzt der Löwe im Busch. Schnell fliegt der Rabe davon. Kim macht sich mittlerweile Sorgen um seine Schwester Pips. Und dann kommt auch noch der Rabe Ra und erzählt, dass der Löwe ihn fressen wollte. Hilfe naht. Direkt aus Afrika kommt der Löwenbändiger Totokatapi. Er ist sich sicher, den Löwen fangen zu können, auch wenn er nicht weiß, wie das Wort heißt, auf das Löwen Pfötchen geben.
Die Geschichte ist spannend, lustig und ein klein wenig verrückt. Die liebenswerten Figuren erleben zahlreiche Abenteuer. Ihr Einfallsreichtum bringt die Geschichte voran. Die einfachen Sätze lassen sich von Kindern gut erfassen. Das Buch ist sowohl zum Vorlesen, aber auch für größere Kinder zum Selberlesen geeignet. Zudem ist das Buch ansprechend illustriert von Horst Lemke.
Zum Buch gehört eine CD-ROM, geeignet für Grundschüler. Hier wird die Geschichte anhand von Animationen erzählt. Zwischendurch gibt es viele abwechslungsreiche Spiele. Kokosnüsse müssen gespalten und Bilder verglichen werden. Es können auch Rechenaufgaben gelöst und Wörter berichtigt werden. Wer Lust hat, kann Memo spielen, puzzeln oder ein Musikstück komponieren. Die Bedienung ist kinderleicht, allerdings ist schon etwas Übung bei den Fangspielen nötig. Als Anreiz zum Spielen und Lernen gibt es bei Erfolg Münzen. Alle Spiele lassen sich auch separat aufrufen. Leider hakt der Ton etwas, so dass hin und wieder Satzenden verschluckt werden.
Systemvoraussetzungen: Pentium PC, 32 MB RAM Windows 95/98/ME/XP/NT/2000 VGA-Grafik, 640 x 460 Pixel, 16 Bit Farbtiefe
Über den Autor:
Max Kruse, geboren 1921, ist der Sohn der Puppenschöpferin Käthe Kruse. Er studierte nach dem Abitur in Jena. 1965 verfilmte der Hessische Rundfunk sein erstes Kinderbuch Der Löwe ist los mit der Augsburger Puppenkiste. Sehr bekannt sind auch seine Urmel-Geschichten. Der seit 1965 mit seiner zweiten aus China stammenden Frau Shaofang, einer Malerin und Musikerin, verheiratete Autor lebt er in der Nähe von München.
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Max Kruse Der Löwe ist los Illustriert von Horst Lemke Sonderausgabe mit CD-ROM ab 6 Jahren Axel Juncker Verlag 160 Seiten, gebunden, 7,95 Euro ISBN 3-558-72138-1