Nach Sex in the City kam Desperate Housewives und eröffnete einer ganz neuen Cast den Durchbruch zum Starruhm. Auf dieser Welle bewegt sich auch Teri Hatchers Ratgeber für Frauen über vierzig, allein erziehende Mütter und andere wissbegierige Fans.
Die Botschaft von Teri Hatcher, verzweifelter Serienhausfrau und ehemaliger Superman-Freundin, ist klar: Hören Sie auf, den verbrannten Toast zu essen, werfen Sie ihn weg, gönnen Sie sich die goldbraunen Scheiben, die wirklich lecker sind. Und vor allem: Machen Sie nicht den typischen Frauenfehler, sich selber zum Opfer zu machen! Vor allem wenn Sie an einem Punkt im Leben stehen, an dem Sie eigentlich das Recht haben, etwas vorzuweisen.
Am Beispiel der eigenen Person zeigt Hatcher Stärken und Schwächen, Fehler, Gefahren und ihre Vermeidung. Ihr Stil ist eine lockere Plauderei, die sich nur sehr grob in Kapitel untergliedert, insofern also eine erfreuliche Abwechselung zu den starr gegliederten Ratgebern, die die Leserinnen einladen, alle ihre Probleme von A wie Aufwischen bis Z wie Zerhacken eines Ehemannes systematisch zu lösen.
Andererseits werden auf diese Weise bewusst zwei Genres verwischt, nämlich der Ratgeber mit der Autobiographie, denn natürlich ist Verbrannter Toast auch ein Vehikel für die Selbstdarstellung eines Stars, der so seine Höhen und Tiefen hinter sich gebracht hat. Ganz bewusst arbeitet Hatcher dem Image des zickigen Stars entgegen und stellt sich vielmehr als passionierte Mutter und hart arbeitende Schauspielerin dar, die eigentlich eine Frau wie du und ich ist.
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Dass es dabei bisweilen zu Kollisionen zwischen Fremd- und Eigenwahrnehmung kommt, ist eigentlich eher amüsant als ärgerlich. Immerhin gelingt es Hatcher bei aller dick aufgetragen optimistischen Botschaft mit spitzen, teilweise auch selbstironischen Randbemerkungen die Balance zwischen Ideal und Wirklichkeit zu wahren. Und immerhin ist sie doch so hellsichtig, von Zeit zu Zeit darauf hinzuweisen, dass zwischen einer schwerreichen Schauspielerin, auch wenn sie alleinerziehend ist, zu einer normalen amerikanischen Durchschnittsmutter doch ein kleiner Unterschied besteht.
Insgesamt gibt es wahrscheinlich zwei große Gruppen von Leserinnen, für die Verbrannter Toast durchaus interessant sein kann: das eine sind die Fans der Schauspielerin, die auf diese Weise einen Einblick in das Leben und Denken ihres Stars bekommen, das andere sind Frauen ab vierzig, die ihre ähnlichen Lebensumstände mit denen Teri Hatchers vergleichen und je nach Typ Trost oder Reibungspunkte daraus ziehen können.
Fazit: Gut gestylter Ratgeber für die Frau ab vierzig