Elvis ist ein kleiner niedlicher Babyigel. Mit seinen großen Augen und seiner riesigen Windel möchte man ihn eigentlich sofort in den Arm nehmen und herzen – wenn da nicht diese unglaublich langen, großen Stacheln wären. Die schrecken natürlich jeden ab und so steht der kleine Igel immer ziemlich alleine da.
Der Igel geht durch die Stadt, durch den Park, zu einem Fußballspiel, auf dem Bahnhof und überall sieht er, wie die Menschen und Tiere sich umarmen und lieb haben. Doch niemand will den kleinen Igel freiwillig umarmen. Voller Mut spricht der Igel also die anderen an und bittet direkt, umarmt zu werden. Aber er bekommt nur Absagen, er sei zu stachlig, zu gefährlich, zu kratzig. Da wird das Igelchen natürlich ganz traurig. Doch dann hört er, wie das große hässliche Krokodil Kevin herumfragt, ob ihm jemand einen Kuss geben kann. Doch jeder findet das grüne Tier einfach nur abstoßend und will es nicht küssen. Da könnten sich doch Igel und Krokodil glatt zusammen tun.
Anzeige Der Autor hat hier eine unglaublich niedliche Kindergeschichte geschrieben. Man kann sich richtig gut in den kleinen Igel hineinversetzen, der wegen etwas abgelehnt wird, wofür er eigentlich gar nichts kann – seine Stacheln. Niemand will ihn so akzeptieren, wie er ist und einen Schritt auf den Igel zugehen, obwohl dieser sich sichtlich Mühe gibt, Kontakte zu knüpfen. Genauso geht es dem als hässlich angesehenen Krokodil. Zum Glück treffen sich die beiden, denn nur sie sind tolerant genug, um ohne Vorurteile aufeinander zuzugehen und akzeptieren sich einfach so, wie sie sind. Damit hat die Geschichte sogar ein Happyend.
Der Text ist sehr kurz, einfach und kindgerecht geschrieben. Unterstützt wird die Geschichte von fantasievollen Bildern, die sehr gut illustrieren, wie ausgeschlossen sich der kleine Igel fühlen muss. Gerade der Igel mit seinen riesigen Augen und der großen Windel, bei der sogar die Stacheln durchpieken, ist unglaublich niedlich gestaltet. Man bekommt richtig Mitleid. Die Geschichte regt so dazu an, über das eigene Verhalten bezüglich anderer nachzudenken.
Fazit: Eine schöne Kindergeschichte, um Kindern zu zeigen, was es bedeutet ausgeschlossen zu werden.