Lottchen ist ein süßes Pferd. Sie wohnt bei einem alten Bauer, der die anfallende Arbeit kaum noch erledigen kann. Zudem ist kein Geld mehr vorhanden. Alle Pferde bis auf Lottchen wurden verkauft. Der Stall ist alt, morsch und undicht. Es regnet herein und überall zieht der Wind durch die Ritzen. Die Stute hat seit zwei Tagen kein Futter mehr bekommen und wird wütend. Sie tritt aus und das morsche Tor fällt um.
Wie jeden Tag kommt auch heute der Bauer, um nach Lottchen zu schauen. Er merkt, dass es ihr nicht gut geht und sie sich einsam fühlt. Bauer Hansen beschließt, sie auf einen nicht weit entfernten Bauernhof zu bringen. Das Pferd folg ihm freiwillig. Lottchen war schon lange nicht mehr draußen und freut sich über die Natur.
Als die beiden an einer Koppel ankommen, wird die Stute sofort von den anderen Pferden gesehen. Freudig kommen sie angaloppiert. Lottchen folgt ihnen, doch ihre Gedanken hängen an ihrem Bauer. Er hatte sie geliebt und sich recht gut gekümmert. Wenig später werden die Pferde in die Ställe geholt. Herr Hansen hat den Hof informiert, sodass sich keiner über das neue Pferd wundert. Schon sehr bald wird das Pferd von Trennungsschmerz überholt und versinkt in tiefer Traurigkeit.
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Lea ist ein junges Mädchen. Auch sie ist traurig. Seit ihr Vater einfach abgehauen ist, wirkt sie lustlos, hat keine Freunde und keine Lust mehr, irgendetwas zu unternehmen. Ihr Mutter reserviert für die Ferien einen Bauernhofaufenthalt. Lea hat absolut keine Lust darauf. Doch ihre Mutter kann sie überreden. Auf dem Hof lernt Lea Lottchen kennen. Werden die zwei sich verstehen?
Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen. Es handelt von Trennungsschmerz. Dieser kann auf tierischer und menschlicher Seite auftreten. So wie in dieser Geschichte. Der Inhalt dieses Buches ist nicht erfunden, sondern wurde von der Autorin selbst erlebt. Die Geschichte ist sehr rührend und man wird sofort mitgerissen, sobald man die erste Seite gelesen hat. Ich selbst habe mich in die Lage von Lea hineinversetzt. Man erlebt die Geschichte fast selbst.
Eltern können Kindern, die unter Trennungsschmerzen leiden, dieses Buch geben, damit sie lernen, damit umzugehen. Es tröstet sehr.
Die Bilder im Buch sind sehr liebevoll gestaltet. Es sind bunte Zeichnungen, welche sehr detailreich und ausdrucksvoll sind. Die Mähne des Pferdes auf dem Cover ist „echt“. Man kann sie streicheln.
Lea ist traurig. Ihr Vater hat die Familie im Streit verlassen. Lea mag keine Freunde mehr haben, denn sie hat immer Angst, dass die auch weg gehen. Dann lernt Lea auf dem Ponyhof Lottchen kennen, dem es ähnlich geht. Die beiden mögen sich und vorsichtig freunden sie sich an. Bald merken sie, Freunde haben ist richtig toll.