Der kleine Georg wünscht sich nichts sehnlicher als einen Computer. Doch nach der Meinung seiner Eltern wird er wohl nie einen bekommen. Sie sind äußerst skeptische gegenüber allem, was mit Technik zu tun hat, haben nicht einmal ein Telefon und leben allgemein sehr ökologisch. Die einzige Ablenkung für George ist da das Schwein im Garten, das hin und wieder ausbüchst und eines Tages einen unerlaubten Ausflug ausgerechnet in Nachbars verbotenen Garten unternimmt.
George muss natürlich schnell sein Schwein finden, bevor seine Eltern etwas merken. Doch das bedeutet, den unheimlichen Garten zu betreten. Zu aller Überraschung stellt er dort aber fest, dass scheinbar neue Leute in das eigentlich seit Jahren leerstehende Haus gezogen sind.
Schnell lernt George die kleine etwas besserwisserische Annie mit ihrem Papa Eric kennen. Und siehe da, Eric hat einen Computer. George ist natürlich sofort hin und weg, doch als er erfährt, dass dieser Computer kein gewöhnlicher ist, gibt es kein Halten mehr. Eric ist nämlich ein Wissenschaftler, der sich mit dem Universum beschäftigt und so hat er einen besonderen Computer, der auf den Namen Cosmos hört, sprechen kann und zu den leistungsfähigsten Computern der ganzen Welt zählt. Mit seiner Hilfe kann man ins Weltall reisen, die Sterne besichtigen und auf Kometen reiten.
George, der bisher von seinen Eltern nichts Gescheites über Wissenschaftler und Naturwissenschaften gehört hat, ist total begeistert. Natürlich nehmen Eric und Annie ihn auf eine Reise mit und so lernt George jede Menge interessante Dinge über das Weltall. Doch Eric stellt eine Bedingung: Die Sache mit dem Computer muss geheim bleiben. George stimmt zu.
Am nächsten Tag hat er sich allerdings kaum unter Kontrolle, muss ständig an das Erlebte denken und malt völlig selbstvergessen den Computer auf sein Heft.
Anzeige Das sieht der unbeliebte Lehrer Herr Reeper, der sich natürlich darüber aufregt, weil George nicht aufpasst im Unterricht. Schließlich rutscht George die Geschichte mit Cosmos heraus, was fatale Folgen hat.
Das Buch ist Roman und Sachbuch zugleich. Auf der einen Seite liest man die Geschichte des kleinen George, der ziemlich unter dem alternativen Verhalten seiner Eltern leidet, die kein Auto haben und abends bei Kerzenschein sitzen, um keinen Strom nutzen zu müssen. George ist aber ungeheuer wissbegierig, gerade was das Universum angeht. Von Eric lernt er, dass Wissenschaften durchaus nicht nur negativ behaftet sind, so wie Erics Eltern versuchen, es ihm glaubhaft zu machen. Stattdessen kann George sehr viel lernen und dadurch die Welt besser verstehen. Und genauso wie dieser Junge, lernt auch der Leser viel. Zum einen natürlich durch die Geschichte, zum anderen findet man überall im Buch verstreut extra Seiten zum Thema Weltall, ähnlich wie in einem Sachbuch.
Hier erhält der Leser eine Vielzahl von Fakten und Informationen, findet Planeten-Portraits, erfährt etwas über Teilchen, Asteroiden, die frühere Erdatmosphäre und Monde.
Dazu gibt es jede Menge Bilder, die im Buch auf extra Glanzseiten abgedruckt sind. Dadurch kommen die Abbildungen richtig gut zur Geltung und das ein oder andere Kind ist sicherlich stark beeindruckt, was unser Weltall so zu bieten hat.
Die Erklärungen sind kindgerecht geschrieben und einfach nachzuvollziehen
Gleichzeitig beschäftigt sich das Buch mit aktuellen Themen. Nämlich mit der Zerstörung der Erde und dem Versuch neue Planeten zu entdecken, auf denen Leben möglich wäre. Dabei wird George auch allmählich das Verhalten seiner Eltern klar.
Fazit: Ein spannendes Buch über das Universum, mit dessen Hilfe man viel über das Weltall lernen kann.
Lucy und Stephen Hawking Der geheime Schlüssel zum Universum Aus dem Englischen von Irene Rumbler
cbj Verlag, 2007
262 Seiten, gebunden, 16,95 Euro
ISBN-10: 3570132846
ISBN-13: 978-3-570-13284-5