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Paradisienne PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Redaktion, am 06-11-2007 11:41
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Favoriten 26

Klaus-Dieter Sedlacek : ParadisienneHaushaltsroboter gehen im Kaufhaus Paradisienne Parfüm einkaufen. Plötzlich kippen sie zitternd und zuckend um. Tod! – Ein König kommt in eine prekäre Situation und muss eine Feuerprobe bestehen. - Eine Wissenschaftlerin schließt einen Pakt mit den Göttern, um auf ewig jung zu bleiben. Jahre geht alles gut, bis sie einen jüngeren Mann trifft usw.
Neun heiter spannende, lebendig geschriebene Fantasy-Geschichten aus vergangenen bis zukünftigen Zeiten.

 

Das Buch erzählt neun heiter, spannende Fantasy-Geschichten, wie die von Haushaltsrobotern, die ins Paradisienne Parfüm einkaufen gehen. Plötzlich sterben sie ohne ersichtlichen Grund. Warum sterben sie? Wer ist ihr Mörder? - Eine böse Intrige lässt einen König im Winter nackt durch sein Feldlager irren. Man erkennt ihn nicht, sondern behandelt ihn wie einen Bauerntölpel. Wird er erfrieren oder schafft er es, sein Amt zurückzugewinnen? - Elektra Schwanberg, eine junge Wissenschaftlerin schließt einen Pakt mit den Göttern, um auf ewig jung zu bleiben, doch nachdem Jahre alles gut geht, hält sie sich nicht mehr an die Abmachung. Wird sie schön und jung bleiben oder zur alten Schachtel werden?


Das Buch


Book Title
 
Klaus-Dieter Sedlacek
Paradisienne
Sagenhafte Geschichten von Menschen, Weltenlenkern und Robotern
BoD, 2007
172 Seiten, EUR 11,80
ISBN 3837004058

 

 

 









Der Autor



Klaus-Dieter SedlacekKlaus-Dieter Sedlacek

Der Autor Klaus-Dieter Sedlacek, Jahrgang 1948, studierte Mathematik und Informatik und beendete 1975 seine Studien mit dem Diplom in Mathematik. Bald gründete er eine eigene Firma, die sich mit der Entwicklung von Anwendungssoftware beschäftigte. Diese führte er mehr als fünfundzwanzig Jahre lang. Sein Lebenstraum war es jedoch immer, wissenschaftlich plausible Fantasy und Science Fiction Romane zu schreiben. Jetzt im frühzeitigen Ruhestand verwirklicht er den Lebenstraum zur Freude seiner Leser.

Klappentext




"... Gegen 18:30 Uhr ist ein 50.000 Euro teurer Haushaltsroboter wegen eines Gehirninfarkts beim Einkaufen in der Parfümerie des Kaufhauses Paradisienne zu Tode gekommen. Die Ursache des Infarkts wird zur Zeit von der Polizei untersucht."
Fleming springt von seinem bequemen Fernsehsessel hoch, als würde die Sitzfläche aus glühenden Kohlen bestehen. "Verflixt, jetzt ist es passiert!", schimpft er. "Ausgerechnet während meiner Abwesenheit!" ...

 

Leseprobe

Titelgeschichte: Paradisienne

...
Fleming wechselt zu dem ihm wichtigen Thema: „Komm Violetta, erzähl mir, was sich heute in deiner Abteilung abgespielt hat?"

„Da gibt es nicht viel zu erzählen. Gerade mal drei Stunden ist es her. Ich stand an der gleichen Stelle wie jetzt, hatte ein Verkaufsgespräch mit einen Gynoiden, als ein Mann im gepflegten dunkelgrauen Anzug die Reihe hier entlang kam. Er sah aus wie jemand, der ein Geschenk für seine Frau oder Freundin sucht. Ich versuchte das Gespräch mit dem Gynoiden zu beenden, weil ich mir von einem menschlichen Käufer mehr Umsatz versprach."

„Und hat der Typ an den Probierflaschen geschnüffelt oder rumgesprüht?"

„Nicht ganz so! Er stand vor dem Regal gleich hier, nahm ein Parfüm nach dem anderen heraus. Das Einzige, das er nicht zurückstellte, war das exquisite Eroris. Er hielt Eroris in seiner rechten Hand, hob das Parfüm hoch und ich merkte, wie er mich etwas fragen wollte. Der Mann kam nicht mehr dazu. Er riss seine Augen auf, sein Mund öffnete sich, aber es kamen keine Worte heraus. Seine rechte Hand mit dem Eroris zuckte krampfartig. Er schwankte und fiel auf den Rücken. Als ich mich zu ihm bückte und Erste Hilfe leisten wollte, merkte ich, dass er nicht aus Haut, Knochen und Muskeln bestand, sondern aus Kunststoff, Metall und Hydraulik. Er war ein Android."

„Hast du etwa an seinem Bauchnabel rumgedrückt?"

„Nur keine falsche Eifersucht, Steffen! Ich dachte, es würde genügen seinen Reset-Knopf zu drücken. Deshalb öffnete ich seinen Hosengürtel und suchte an seinem Bauchnabel nach dem Reset-Knopf. Nichts war es! Er hatte keinen Reset-Knopf oder zumindest nicht an der üblichen Stelle. Ganz ausziehen, um ihn zu untersuchen, wollte ich ihn vor Publikum dann doch nicht."

„Wenn du seine Hose ausgezogen hättest, wärst du enttäuscht gewesen. Das war ein Android mit Superhirn, der besitzt keinen Reset-Knopf und sonst auch nichts. Was hast du dann gemacht?"
...


Zweite Geschichte: Die Feuerprobe

16. Oktober 1631.
„Schockschwerenot, pass er doch auf!", übertönt mit rauer, kräftiger Stimme eine junge Frau im Marketenderinnen Gewand das Pferdegetrappel und den Trommelwirbel, den ein die Rheinstraße von Stockstadt entlangziehendes Fähnlein schwedischer Dragoner verursacht. Der Boden vibriert unter den Hufen der Pferde. Dann rumpelt etwas. Irdene Töpfe zerbrechen, ein Brustharnisch fällt klirrend über die zerbrochenen Töpfe, dumpfe Fallgeräusche folgen. „So kommt er nicht davon! Das wird er mir bezahlen!", schreit die Frau zornig. Die Dragoner kommen zum Stehen, ihre Pferde trappeln unruhig.

Die reformierten Einwohner von Stockstadt, meist Bauern und Fischer, haben um die Mittagszeit eine Pause eingelegt. Angelockt vom Trommelwirbel schauen sie neugierig. Einige ziehen besorgt ihre Kinder von der Straße, damit diese nicht unter die Hufe geraten. Die meisten fragen sich: „Was haben wir gesündigt, dass uns Gott den Krieg schickt?"

„Halt sie das Maul, Weib! Sie ist selber schuld! Was steht sie auch im Weg!", brüllt der mit schlichtem Helm und Lederkoller bekleidete Feldwebel. Als Bewaffnung besitzt er eine Muskete, darüber hinaus für das Handgemenge einen Degen. Jetzt hat er seinen Degen gezogen und streckt dessen Spitze drohend vor sich, damit ihm die Marketenderin nicht zu nahe kommt.

„Das muss er mir bezahlen! Das war mein ganzer Besitz! Wovon soll ich jetzt leben?", jammert die Marketenderin.

„Hurenwebel, hier her!", brüllt der Feldwebel. „Das ist deine Aufgabe!" Der für den Tross des Heeres zuständige Hurenwebel drängt sich mit seinem Pferd nach vorne.

„Was sagst du? Sollen wir dem Weib die zerbrochene, verdorbene Ware bezahlen?", fragt ihn der Feldwebel unschlüssig.

„Wo denkst du hin, Feldwebel!", antwortet der Hurenwebel und brüllt darauf: „Rumormeister! Hier her! Bringe er den Knüppel mit!"

Der Rumormeister, dessen Aufgabe es ist, unter dem Tross für Ordnung zu sorgen, lässt sich das nicht zweimal sagen. Die anderen Dragoner machen ihm Platz und er prescht mit seinem Pferd zum umgefallenen Wagen der Marketenderin. Dann lässt er seinen Knüppel auf ihren Rücken niedersausen, dass diese jammernd hinter ihrem umgefallenen Verkaufswagen Schutz sucht. Die Marketenderin schreit und heult so laut, dass sogar hartgesottene Landsknechte mitleidig schauen.

Plötzlich stößt der Pfeifer in sein Horn ...



Letztes Update: 06-11-2007 12:37

Veröffentlicht in : Buch, Buchvorstellung
Schlüsselworte : sedlacek, heiterkeit, götter, roboter, paradisienne
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