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Südafrika – Das Kochbuch PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Heike Rau, am 30-10-2007 09:00
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Favoriten 22

Suedafrika - Das KochbuchLeckeres vom Kap.

Die südafrikanische Küche trägt Einflüsse der europäischen Küche und des asiatischen Kochstils. Das macht diese Küche äußerst abwechslungsreich. Die Nationalspeise Südafrikas ist Bredie, ein Lammeintopf mit verschiedenem Gemüse und duftenden Wasserlilien. Neben Lammfleisch erfreut sich auch Rindfleisch und Wild großer Beliebtheit. Auf dem Speiseplan stehen aber auch Straußenfleisch, Springbock und Antilope. Auch Liebhaber von Fisch und Meeresfrüchten kommen auf ihre Kosten. Eine Spezialität Südafrikas ist die riesige Languste. Bei Süß-, Mehlspeisen und Desserts spürt man auch Einschläge der deutschen Küche.

Das erste Kapitel umfasst Vorspeisen und Snacks. Die europäische Tradition Menüfolgen zu servieren, spürt man in der südafrikanischen Küche. Interessante Rezepte sind Chapati (Teigfladen) mit verschiedenen Füllungen, wie zum Beispiel einem Gemüse-Curry. Man findet Maiskügelchen mit Biltong, Hecht-Paté und natürlich auch Bredies und Potjies, die beliebten Fleisch- und Gemüseeintöpfe, die möglicherweise durch englische Einflüsse entstanden sind, aber der südafrikanischen Küche angepasst wurden, in all ihren köstlichen Varianten.

Das subtropische Klima Südafrikas eignet sich sehr gut für den Anbau von Gemüse, Salat und auch Obst. Entsprechende Abwechslung birgt also auch das Kapitel „Salate, Gemüse und Beilagen“. Die englischen Seefahrer brachten Mixed Pickles ins Land, so steht auch dieses eingelegte Gemüse auf dem Speiseplan. Auch beliebte Speisen mit Getreide und Hülsenfrüchten, viele Jahrhunderte das Hauptnahrungsmittel der schwarzafrikanischen Bevölkerung gilt es auszuprobieren. Die Rezepte machen Appetit: Bananensalat mit Aprikose und Curry, Kohlrouladen (Aber nicht, wie man sie in Deutschland kennt!), Mixed Pickles, Süßkartoffeln mit Ananas und Schinken oder Gerstenrisotto.

Als Säulen der südafrikanischen Küche werden Chutneys, Saucen und Pasten bezeichnet, die zu Gegrilltem, zu Reis oder Gemüse serviert werden. Jetzt wird es also fruchtig, süß-sauer oder feurig-scharf mit Apfel-Dattel-Walnuss-Chutney, Zwiebel-Aprikosen-Sauce oder süßer Chili-Koriander-Sauce.

Fleisch, Wild und Geflügel sind in allen möglichen Variationen beliebt. Massentierhaltung gibt es in Südafrika nicht. Die Tiere wie Rind, Lamm, Ziege, Strauß und andere leben wild oder auf riesigen Weiden. Schweinefleisch wird allerdings traditionell nicht angeboten. Es gibt Rezeptvorschläge beispielsweise zu Kap-Malaiischem Lammtopf, Perlhuhn mit Spitzkohl, Rindfleisch mit grünen Bananen und Kokos und Straußenfilet mit Stachelbeersauce.

In Südafrika wird sehr gerne gegrillt, nicht mit Holzkohle, sondern mit Holz. So findet man Rezepte von Boerewors, der typischen Bauernbratwurst Südafrikas, Straußenspieße mit Portweinsauce, gegrillte Langusten oder Fischfrikadellen.

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Die Rezeptauswahl zu Fisch und Meeresfrüchten ist groß, was an dem Fischreichtum der Region liegt. Die Zubereitung ist recht einfach. Beliebt sind Zandertopf, den es in vielen Variationen, zum Beispiel mit Paprika und Tomate gibt. Zu nennen sind weiterhin Kokosforelle mit Knoblauch und Ingwer, Seezunge mit Lemonbutter, eingelegter Heilbutt und Muschel Chowder.

Gebäck und Desserts lassen ebenfalls keine Wünsche offen. Hier findet viel Obst Verwendung. Und auch hier wird wieder der europäische Einfluss auf die Rezepte deutlich. Vorgestellt werden Wasserbock-Gebäck, Malva-Pudding, gebackene Naartlies (Mandarinen), Melk Tart (Blätterteiggebäck) oder Pfannkuchen mit Eiscreme gefüllt.

Insgesamt umfasst das Kochbuch 200 landestypische Rezepte. Nicht immer wird es möglich sein, die Zutaten vollständig zu beschaffen. Aber der Hobbykoch bekommt immer Hinweise, wo etwas ausgetauscht werden kann. Dadurch kann man seiner Kreativität freien Lauf lassen und verschiedene Variationen eines Rezepts ausprobieren. Die Zutatenlisten sind für 4 Personen ausgelegt. Die Kochanleitungen sind sehr gut nachvollziehbar, wenn man schon einige Erfahrungen beim Kochen gesammelt hat. Viele einfache gehaltene Rezepte eignen sich aber auch zum Nachkochen für Anfänger.

Im Buch findet man aber nicht nur die Rezepte, die mit Angaben zu Nährwerten und zur Kochzeit versehen sind, sondern auch immer wieder Warenkundliches zu bestimmten landestypischen Zutaten. So erfährt man sehr viel über die Zutaten mit denen man kocht. Auch Landestypisches, was die Kochkultur, Land und Leute betrifft, wird in Texten, die jedem Kapitel voranstehen, erzählt. Die Kochtraditionen Südafrikas werden so lebendig.

Das Buch ist sehr aufwändig gestaltet. Man findet reichlich Fotos, die es lohnt anzusehen. Neben Fotos von Land und Leuten stehen natürlich die Gerichte im Vordergrund, die meisterlich in Szene gesetzt sind. Man bekommt eine Vorstellung vom fertigen Gericht und kann sich Tipps zum Anrichten der Speisen holen. Es macht sehr viel Spaß, im Buch zu blättern und sich die passenden Gerichte herauszusuchen. Sie sind sowohl alltagstauglich für Familien, als auch für ein mehrgängiges festliches Menü geeignet. Hier sind sicher auch die Tipps zu passenden Weinen Gold wert.

Fazit: Ein sehr umfangreiches, alltagstaugliches Kochbuch, das die Kochtraditionen Südafrikas perfekt widerspiegelt. Und das auch noch zu einem sehr guten Preis.

 

 

 

Bibliographische Angaben

Gertrud Berning
Südafrika – Das Kochbuch
Fackelträger Verlag 2006
256 Seiten, gebunden
Preis: 19,95 Euro
ISBN-10: 3771643333
ISBN-13: 978-3771643331

 

Weiteres


Letztes Update: 30-10-2007 09:51

Veröffentlicht in : Buch, Kochbuch
Schlüsselworte : Gertrud Berning, Südafrika - Das Kochbuch, 3771643333, 9783771643331, Lammgerichte, Springbock, Antilope, Bredies, Potjies, südafrika, afrika, rezept
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