"Zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit, sind wir in der Lage, auf unseren Planeten aus der 'Götterperspektive' hinabzublicken." Eine solche ist es in der Tat. Angesichts heutiger Satelliten- Technik und der hoch entwickelten Aufnahme- Technologie präsentieren sich Bilder aus dem All, von Planeten und der guten alten Erde brillanter denn je. Fast noch spektakulärer aber als die Aufnahmen aus allen Teilen dieser Welt ist das Format, in dem sie hier dargeboten werden.
Mit 37 mal 44 cm dürfte der üppige Bildband nicht mehr unbedingt in jeden Bücherschrank passen. Aber was soll er auch dort, ist doch die Verlockung viel zu groß, ihn aufzuschlagen und sich in die Wüsten und Steppen, die Felsregionen und Meere einzusehen und zu -lesen, zu erkunden, wie das Jahr mit seinen Jahreszeiten den Regionen sein ganz eigenes Gesicht gibt. 225 Seiten, die mehr als einen Hauch dessen erahnen und erkennen lassen, was die Raumfahrt nach "über 5000 Raketenstarts" an Entwicklung mit sich gebracht hat.
Ein Beispiel: "Die vollständigste Echtzeit- Darstellung der Erde stammt vom Terra- Satelliten der NASA. 705 Kilometer über der Erde schwebend, fertigt er jeden zweiten Tag ein elektromagnetisches Bild des gesamten Globus an." Dabei werden '6,1 Megabits an Information pro Sekunde aufgezeichnet'.
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Man muss sich einarbeiten in diesen Atlas der Erde, seine Sprache, Zeichen und Farben verstehen, mit all dem er aber dann in eine faszinierende Welt entführt. Fast als Daumenkino kann man die komplette Erdabbildung in zwölf Seiten- eine Doppelseite für jeden Monat durchblättern- und es offenbaren sich deutlich Verschiebung der Schneegrenzen, Intensivierung von Grün- oder Ausbreitung von Dürre- Regionen je nach Jahreszeit.
"Die Erde konnte sich in den 10000 Jahren seit der letzten Eiszeit eines ungewöhnlich stabilen Klimas erfreuen,doch können wir uns nicht darauf verlassen, dass es so bleibt."
Für die große Mühe, das üppige Format und den ja durchaus auch stolzen Preis bietet der Atlas letztlich relativ wenig an Informationen und Hilfestellung. Aber es ist wohl der Mittelweg, der beschritten wurde, soviel Bildgenuss wie möglich, so wenig Information wie nötig. Ausführlicher und detallierter der Teil der erdgeschichtlichen Darstellung. Wie sah die Erde vor Millionen von Jahren aus und was hat die Plattentektonik mit den Landmassen der Erde angestellt. Ein Buch, in dem sich erdgeschichtliches Wissen mir ultra- moderner Satellitentechnik aufs Spannendste mischt.
"Die Weltraumforschung sagt zwar, dass die Erde möglicherweise nicht der einzig bewohnbare Planet ist, aber sie zeigt auch, dass sie der einzige ist, auf dem wir in absehbarer Zukunft überleben können. Wir sollten also gut auf sie aufpassen."
Dieser großformatige Weltatlas zeigt die gesamte Erde - von der Arktis bis zur Antarktis - in einzigartigen Satellitenaufnahmen. Hochauflösende Detailaufnahmen verdeutlichen geografische Besonderheiten. Die leicht verständlichen Texte liefern interessantes Hintergrundwissen. Das besondere Extra: jahreszeitliche Aufnahmen und ein Kapitel über die Verschiebung der Kontinentalplatten. Es veranschaulicht die Entwicklung unseres Planeten von der Urzeit bis in eine ferne Zukunft.