In diesem kleinen, zauberhaften Roman beginnt alles ganz friedlich.
Marek, ein zehnjähriger Junge in Polen, freut sich auf Venedig! Er darf mit seiner Mutter in den Ferien in diese schöne Stadt reisen. Alle Plätze und Kathedralen, alle Strassen und Wasserwege sind ihm aus den Erzählungen der Verwandten vertraut. Er träumt sich schon hinein in die Stadt seiner Sehnsüchte.
Da trifft es ihn hart, als die Mutter plötzlich die Reise absagt.
Wir haben das Jahr 1939 und der Vater wird eingezogen.
Aus der Sicht des zehnjährigen Marek ist nicht zu verstehen, warum auf einmal alle Pläne über Bord geworfen werden.
Stattdessen geht es zur Tante Weronika aufs Land. Sie besitzt ein große Villa und einen herrlichen Garten.
Wie wird er sich dort die Zeit vertreiben?
Er bleibt nicht alleine. Seine Cousine und andere Kinder aus der Nachbarschaft gesellen sich zu ihm, so dass der Sommer doch noch schön zu werden verspricht.
Die Beschreibungen über das Land, die Pracht der Farben und der Düfte erinnern an impressionistische Gemälde.
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Die dunklen Wolken des nahenden dritten Weltkriegs z am Horizont herauf.
Noch aber sieht alles friedlich aus und die Kinder und Tanten haben ihren Spaß.
Als man im Keller eine Wasserquelle zu entdecken glaubt, die allmählich den ganzen Keller auffüllt, kommen die Kinder auf die Idee, Venedig zu spielen. Es wird ein munteres Fest daraus.
Staunend beobachtet Marek die Welt der Erwachsenen und kann doch vieles nicht verstehen. Der erste Soldat, den er sterbend am Wegrand sieht, scheint das Ende seiner Kindheit anzukündigen.
Die Erzählung ist durchzogen von ländlichem Frieden, kleinen alltäglichen Erlebnissen und Familiengeschichten.
Als die ersten feindlichen Flugzeuge nahen, schrecken die Erwachsenen auf. Was besinnlich und friedlich begann, wird durch äußere Umstände in seiner arglosen Unschuld gestört.
Die Kunst des Autors liegt in der Verbindung von unschuldiger Wahrnehmung durch Kinderaugen und der Härte des nahenden Weltunheils.
Die wunderschöne Erzählung lässt an die reflektierende Erzählkunst Prousts denken.
Marek träumt davon, in den Ferien nach Venedig zu fahren. Das hatte Mama ihm versprochen. Aber der Sommer 1939 hält andere Überraschungen für ihn bereit. Er bleibt in Polen, wird aufs Land geschickt, in die Villa seiner Tante Weronika. Und erlebt eine Reise, die das echte Venedig an Wundersamem, Überraschendem, Poetischem bei weitem übertrifft.