Niels ist von zu Hause weggelaufen. Offensichtlich wollte er auf die andere Seite des Sees. Er wird fast erfroren auf dem Eis gefunden und ins Krankenhaus gebracht. Seine Familie, Mutter und Schwester, können ihn nicht fragen, was passiert ist. Niels ist ohne Bewusstsein und liegt im Koma.
Für Niels hat sich im Koma das Tor in eine Traumwelt geöffnet. Er ist auf der Suche nach seinem Vater. Der Weg führt über den See. In der weißen, gefrorenen Einöde verliert Niels die Orientierung. Der aus einer Falle befreite Hase weist mit seiner Blutspur den Weg, will er sich doch auch ans Ufer retten. Niels ist nicht allein. Er sieht die Truppen der Königin und sie selbst in einer Kutsche einen Mann jagen, folgt jedoch weiter der Spur des Hasen. Bald sieht er ein Leuchtfeuer und findet nun den Weg ans Ufer. Die Gefahr ist jedoch nicht gebannt, denn weiße Wölfe lauern ihm auf. In seiner hastigen Flucht, rennt er gegen einen armdicken Ast und wird ohnmächtig.
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Maya und Rolle, die zu einer Kirmestruppe gehören, finden Niels. Sie wissen sofort, dass er weggelaufen ist. Obwohl er ein Fremder ist und von der anderen Seite des Sees stammt, wird er aufgenommen. Er soll Rudolf ersetzen, der die Truppe wegen Streitigkeiten verlassen hat. Niels gibt einen schlechten Schauspieler ab, der sich seinen Text nicht merken kann. Aber das Publikum findet die Vorstellung sehr amüsant. Die Truppe ist letztendlich zufrieden, weil sie gut bezahlt wird. Niels bleibt in Katatonien. Hier muss irgendwo sein Vater sein.
Es fällt schwer, sich auf diese verworrenen Geschichte einzulassen, die im schnellen Szenewechsel zwischen Traum und Wirklichkeit abläuft. Niels befindet sich in einer Welt zwischen Leben und Tod. Die Geschichte spielt sich nur in seinem Kopf ab und ist seine Art mit einer schrecklichen Familientragödie fertigzuwerden, die der Autor dem Leser nur sehr zögerlich offenbart, um die Spannung zu halten, was auf diese Art und Weise aber nicht gelingt.
Niels Mutter und auch die Schwester bemühen sich sehr um Niels, doch man ahnt schon, dass er nicht aus dem Koma erwachen wird, bis die Traumgeschichte in seinem Kopf zu Ende ist und die Wahrheit schonungslos ans Tageslicht kommt.
Es ist nicht wirklich spannend, was man hier präsentiert bekommt. Die Geschichte ist sehr abstrakt und viel zu wenig fesselnd. Es fällt schwer zu verstehen, bis die Familientragödie beschrieben wird, an die Niels sich nicht erinnern kann, die ihn aber in seinem Unterbewusstsein beschäftigt.