Der Dachs weiß genau, wie es war. Er hat mit seinem Freund Bär einen großen Steinturm gebaut. Doch dann ist der Fuchs gekommen und hat ihn kaputt gemacht. Da hat der Dachs empört losgebrüllt, worauf der Fuchs ihn gebissen hat. Sein Freund, der Bär, hat ihm zum Glück geholfen. Der Fuchs ist allerdings der Meinung, dass die Sache ganz anders gewesen ist.
Der Turm, den Dachs und Bär gebaut haben, war nämlich ganz schief. Der Fuchs wollte nur zeigen, wie man das mit dem Turmbauen richtig macht, doch da ist dieser zusammengekracht. Der Dachs hat geschrien, dass dem Fuchs die Ohren wehgetan haben und der Bär hat ihn auch noch gehauen.
Der Bär hat die Sache noch ein bisschen anders in Erinnerung. Der Fuchs wollte beim Turmbau einfach mitmachen, ohne gefragt zu haben. Dann hat er den Turm mit seinem Schwanz umgehauen. Der Dachs hat wütend gebrüllt, worauf der Fuchs ihn ins Bein gebissen hat. Da musste der Bär einfach helfen.
Anzeige Da hier jeder anderer Meinung ist, fängt eine wilde Balgerei an. Zum Glück geht das Eichhörnchen dazwischen. Es ist ein Außenstehender, hat die Situation beobachtet und kann diese objektiv bewerten. Doch eine Einmischung vertragen die Streithähne nicht. Das Eichhörnchen lässt Dachs, Fuchs und Bär in Ruhe, es fängt an mit Steinen einen Staudamm im Bach zu bauen. Da würden die drei eben noch zerstrittenen Freunde auch gerne mitmachen.
Dargestellt wird die klassische Streitsituation, wo jeder anderer Meinung ist. Jedes Kind wird mit solchen Konflikten immer wieder konfrontiert. Die gilt es auszutragen. Das Buch führt zu der Einsicht, dass es nützlich sein kann, eine außenstehende Person als Streitschlichter zu akzeptieren. Es wird gezeigt, dass man beim Streiten ein Ende finden muss und sich hinterher wieder vertragen sollte. Miteinander zu spielen, ist viel schöner, als zu streiten.
Das Buch lebt von den Bildern. Die Text ist sehr kurz und besteht nur aus einigen Zeilen. Die Zeichnungen gefallen gut. Die Tiere sehen natürlich aus, auch in ihrer Farbgebung. Sie sind sehr schön plastisch und detailreich dargestellt. Man sieht sogar die Fellzeichnungen. An ihrer Mimik können Kinder gut sehen, wie die Tiere sich fühlen.