Katalonien lebt und überlebt heute neben der Erhaltung der Sprache vor allem dank der Literatur und hervorragender Schriftsteller und Dichter, die sich dafür entscheiden, in ihrer „Muttersprache“ zu schreiben, um anschließend, wie sie Maria Barbal bezeichnete, in die „Schwestersprache“ zu übersetzen.
Das scheint bei einem wesentlich eingeschränkteren Publikum im Vergleich zum Spanischen oder Französischen zunächst nicht unbedingt als sinnvoll, doch der Erfolg gibt ihnen Recht. Die katalanische Literatur hat zudem seit einer Weile eigene Auszeichnungen und Fachmessen, der Großteil der Verlage innerhalb Spaniens sitzt in Barcelona, wovon natürlich viele die katalanische Literatur verlegen.
Frankfurt gibt dieser besonderen Kultur und ihrer Literatur die Möglichkeit, sich einem internationalen Publikum zu präsentieren. Eine Chance, die sie zu nutzen verstehen werden. Denn diese Kultur sucht eine internationale Anerkennung aufgrund der bis heute bestehenden Problematik gegenüber Spanien.
[Es werden viele bekannte katalanische Autoren erscheinen, darunter Maria Barbal, Pere Gimferrer, Albert Sánchez-Piñol, Jaume Cabrè und Quim Monzó, die im folgenden Teil kurz vorgestellt werden sollen.]