Das Debüt des jungen New Yorkers Rudolph Delson ist eine überraschende, intelligent komponierte Liebeskomödie, voller Witz und Elan - und nebenbei eine provokante Analyse des amerikanischen Umgangs mit dem 11. September 2001.
Maynard Gogarty, erfolgloser Komponist, Mitte dreißig und Single, ist auf dem Weg zu seinem Anwalt. Und Jennica Green, Mitte zwanzig, ausgebildete Finanzanalystin aus vermögender Familie, will sich eine 600-Dollar-Katze gegen ihre Einsamkeit kaufen. Die Umstände für eine Begegnung der beiden in der New Yorker U-Bahn sind günstig. Aber ohne den Zufall, bei dem die Notbremse eine wichtige Rolle spielt, hätten sich die beiden nie kennengelernt.
Der Verlauf ihrer lebensecht verrückten Liebesgeschichte bis zum glücklichen Ausgang wird von ihnen selbst, aber auch von Freunden und Zeugen in eigenen Worten berichtet: der Schaffnerin, die Maynard in einer verfänglichen Lage erwischt. Dem Anwalt, der mit ihm die Schulbank drückte. Seiner eigenwilligen Großmutter Rose. Oder von seiner deutsch-russischen Greencard-Ehefrau Ana Kaganowa, die als vermeintliches Opfer des Twin-Tower-Anschlags versucht, richtig Geld zu machen.
"Delson, 32, hat einen charmant-schrulligen Roman in Stimmen verfasst. Alle Menschen, die in Maynards Leben verwickelt sind, kommen zu Wort, außerdem Maynard selbst. Aus diesem Stimmengewirr setzt sich die Handlung zusammen - die sich als Romanze entpuppt, so beschwingt erzählt, als hätte Woody Allen ausnahmsweise gute Laune." Der Spiegel, 03.09.2007
Rudolph Delson, geboren 1975 in San Jose, Kalifornien, studierte Jura in Stanford und New York. Er kündigte seine Arbeit als Jurist einen Tag vor seinem 30. Geburtstag, um seinen ersten Roman zu schreiben, verbrachte ein Jahr in Berlin und lebt gegenwärtig in Brooklyn.