Professor Tibatong, das Urmel, Tim Tintenklecks, Schweinedame Wutz, der Vogel Schusch, Ping Pinguin und Wawa der kleine Waran machen sich mit einem Raumschiff auf die Reise zum Planeten Igeste. Hier scheint die Zeit stehen geblieben zu sein.
Die Bewohner mit den Mopsgesichtern leben hier wie die Menschen vor 200 Jahren auf der Erde. Da man auf Igeste keine Tiere kennt und schon gar keine die fliegen können, erregt Schusch auf einem Erkundungsflug großes Aufsehen. Seine Majestät Kaiser von Igeste und seine Tochter wollen nun auch unbedingt fliegen. Professor Tibatong und seine Freunde sollen das möglich machen, sonst rollen die Köpfe. Doch was soll der Professor tun? Es ist ihm unmöglich ein Flugzeug zu bauen. So geht er zurück in die Anfangszeit der Fliegerei und beginnt zusammen mit seinen Freunden einen Heißluftballon zu bauen, der hoffentlich auch fliegen wird.
Natürlich ist es nicht leicht, Tieren das Sprechen richtig beizubringen. Und so sind auch noch einige Spracheigentümlichkeiten zu beobachten. Ping Pinguin kann kein SCH sprechen und ersetzt es durch PF. Schusch spricht anstelle eines I's einfach ein Ä. Wawa dagegen fällt die Aussprache des Z schwer, er macht daraus ein TSCH. Das ist anfangs auch ganz lustig. Nervig wird es, als sich herausstellt, dass auch die Igester etwas seltsam sprechen. An jedes Tätigkeitswort hängen sie -igen, an Eigenschaftswörter hängen sie ein -ig und an jedes Hauptwort -este. Schade, denn vom Inhalt her ist die Geschichte spannend, führt sie doch in die Anfangszeit der Fliegerei. Und auch die liebevoll gezeichneten Tiere und das manchmal doch etwas freche Urmel gefallen gut.
Über den Autor:
Max Kruse (*1912), Sohn der Puppenmutter Käthe Kruse, wurde v. a. mit den Urmel-Geschichten bekannt. Einige seiner Bücher standen auf der Auswahlliste zum Deutschen Jugendliteraturpreis, der Bund Deutscher Schriftsteller zeichnete ihn 1999 für sein Gesamtwerk aus. Kruse ist Mitglied des PEN und Träger des Bundesverdienstkreuzes. Er lebt mit der Musikerin und Malerin Shaofang bei München.